09.03.2016
FLUG REVUE

Forschungsprogramm zum einheitlichen europäischen LuftraumDLR und NLR werden Mitglied bei SESAR 2020

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird zusammen mit dem Nationalen Luft- und Raumfahrtlabor der Niederlande (NLR) Mitglied im EU-Forschungsprogramms SESAR 2020, das eine Harmonisierung des europäischen Luftraums zum Ziel hat.

DLR-Experimentaleinrichtung zur Simulation beliebiger Luftverkehrssituationen in Echtzeit

DLR-Experimentaleinrichtung zur Simulation beliebiger Luftverkehrssituationen in Echtzeit. Foto und Copyright: DLR  

 

Mit dem "Single European Sky" (SES) hat die Europäische Kommission 1999 eine Initiative gestartet, um einen einheitlicheren und effizienteren gesamteuropäischen Luftraum zu schaffen. Das Konsortium AT-One aus DLR und seinem niederländischen Pendant NLR ist nun Mitglied des EU-Forschungsprogramms "Single European Sky ATM (Air Traffic Management) Research" – kurz SESAR 2020. Das gab das DLR am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt.

Ziel von SESAR 2020 ist es, neue Systeme zur Vereinheitlichung des europäischen Luftraums bis zur Marktreife zu entwickeln und den Herausforderungen eines wachsenden Luftverkehrs gerecht zu werden. Im Rahmen von SESAR 2020 forschen verschiedene Partner aus nahezu allen Luftfahrt-Bereichen an anwendungsorientierten Maßnahmen für einen sicheren, emissionsarmen und kosteneffizienten Flugverkehr in Europa. Alle relevanten Interessensgruppen arbeiten dabei direkt zusammen: Flugsicherungsdienste, Flughäfen, Fluggesellschaften, Flugzeughersteller und Hersteller von Flugsicherungsgerät, sowie die Forschung. So sollen neu entwickelte Systeme validiert und auf ihre Marktreife geprüft werden. SESAR 2020 verfügt dafür über ein Budget von 1,5 Milliarden Euro.

Im DLR wird an innovativen Ansätzen für ein zukünftiges Luftverkehrssystem in Europa geforscht. Dazu gehören beispielsweise ein Luftraum, der ohne die heute übliche Einteilung in Sektoren auskommt oder die Fernüberwachung eines oder mehrerer kleiner Flughäfen aus einem virtuellen Tower heraus.

Das Konsortium AT-One besteht aus fünf Forschungsinstituten des DLR und zwei Divisionen des NLR. Die Entscheidung zur Mitgliedschaft wurde am 8. März 2016 auf dem World ATM Congress in Madrid bekannt gegeben.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/UE



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