27.09.2012
FLUG REVUE

DLR untersucht Tragschrauber für Katastrophenschutz

Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Einsatzmöglichkeiten von Tragschraubern für den Katstrophenschutz und Rettungseinsatz untersucht.

DLR Tragschrauber Cavalon

Das DLR will ab Februar 2013 den Cavalon von AutoGyro für Versuche einsetzen (Foto: DLR).  

 

Dazu unterstützten die Wissenschaftler des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik das THW bei einer Erdbebenübung in der Nähe von Wesel. Mit dem Tragschrauber erkundeten sie die Schadenslage aus der Luft und übermittelten entsprechende Luftbilder an die THW-Einsatzleitung am Boden.

Per Live-Übertragung wurden Videobilder an die Bodenstation gesendet und hochaufgelöste Fotos der Schadensgebiete direkt aus dem Tragschrauber ins Internet übertragen. So bekamen die „Retter“ des THW schnellstmöglich einen Überblick über die Situation im vermeintlichen Erdbebengebiet und die entsprechende Schadenslage.

Für das gemeinsame Projekt zwischen THW und DLR ist ab Februar 2013 ein neuer Tragschrauber vom Typ AutoGyro Cavalon für das DLR im Einsatz. Nach Auslieferung wird dieser mit spezieller Kameratechnik zur Lufterkundung ausgerüstet.

Es folgen weitere Erprobungsflüge mit dem THW, bei denen die Tauglichkeit des Tragschraubers als Führungs- und Einsatzmittel im täglichen Gebrauch bewertet werden. In einer weiteren Projektphase bildet das DLR dann THW-Einsatzkräfte als Tragschrauberpiloten aus, so dass zukünftig Einsätze in realen Katastrophenszenarien geflogen werden können.




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