10.07.2014
FLUG REVUE

Bestand soll auf 90 Airbus A380 wachsenEmirates übernimmt ihren 50. Airbus A380

Die Fluggesellschaft Emirates hat am Donnerstag in Hamburg ihren bereits 50. Airbus A380 übernommen. Die neueste A380 mit der Registrierung A6-EEX startete als Flug UAE7380 nach Dubai. In diesem Jahr kommen bei Emirates noch sieben A380 hinzu.

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Der 50. Airbus A380 für Emirates wurde im Juli 2014 in Hamburg übergeben. Er nahm beim Auslieferungsflug nach Dubai 40 Tonnen Kindernahrung für den Jemen mit. Foto und Copyright: Airbus  

 

Mit der jüngsten A380 habe Emirates ihre Kapazität seit 2010 um 71 Prozent erhöht, meldete die Fluggesellschaft am Donnerstag. Nach geflogenen Passagierkilometern im internationalen Linienverkehr sei man nun sogar die größte internationale Fluggesellschaft der Welt, so Emirates. Die Flotte umfasse aktuell 224 Großraumflugzeuge. Emirates sei zugleich weltweit größter Airbus-A380- sowie Boeing-777-Betreiber. Sobald der 50. Airbus A380 Anfang ab August im Linienflugeinsatz stehe, werde Emirates wöchentlich insgesamt 5,7 Milliarden verfügbare Sitzplatzkilometer (ASKM) zu 145 Zielen rund um den Globus, von Los Angeles bis Auckland, anbieten.

Seit April 2010 habe Emirates 96 neue Flugzeuge, ausschließlich A380 und Boeing 777, bekommen. Dadurch erhöhte sich die Gesamtkapazität gemessen in verfügbaren Tonnenkilometern (ATKM) um 64 Prozent beziehungsweise um 71 Prozent in verfügbaren Sitzplatzkilometern (ASKM). Der Sitzladefaktor lag dabei durchgängig bei fast 80 Prozent. In diesem Zeitraum wurden 48 neue Städte ins globale Streckennetz aufgenommen.   

"Wir haben Kapazitäten hinzugefügt in der Größenordnung, wie sie einige mittelgroße Airlines anbieten", sagte Tim Clark, Präsident von Emirates. "Viel wichtiger aber ist, dass wir einen hohen Sitzladefaktor sowie unsere Profitabilität erhalten haben. Das spricht für unser Produkt und für unser Geschäftsmodell, das auf einem effizienten globalen Drehkreuz basiert und Dubai mit der Welt verbindet, beziehungsweise fast jedes Städtepaar in der Welt via Dubai. Die A380 ist ein großer Erfolg für uns, was sich in dem starken Kundeninteresse sowie in der hohen Auslastung auf allen unseren A380-Strecken widerspiegelt. Dank der A380 konnten wir der Nachfrage auf Stammstrecken nachkommen, Flughäfen mit beschränkter Anzahl von Slots effizienter bedienen sowie innovative Bordkonzepte einführen, die das Flugerlebnis neu definierten. Wir werden zukünftig die A380 in noch kürzeren Abständen ausgeliefert bekommen und bis Ende 2017 um die 90 Airbus A380 in der Flotte haben", so Tim Clark weiter.  

Emirates bietet das größte A380-Streckennetz aller kommerziellen Fluggesellschaften. Aktuell werden 27 Flughäfen auf fünf Kontinenten angeflogen. Die Strecke von Dubai nach Los Angeles ist der weltweit längste A380-Flug. Bis Ende des Jahres wird sich die Zahl der Destinationen auf 33 erhöhen. Neue A380-Ziele werden ab 16. Juli Kuwait, ab 21. Juli Mumbai, ab 1. September Frankfurt, Dallas ab dem 1. Oktober, San Francisco ab dem 1. Dezember sowie Houston ab dem 3. Dezember. Bis heute hat die A380-Flotte bei Emirates 27,5 Millionen Passagiere befördert, über 68.800 Flüge absolviert und mehr als 405 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die Emirates A380 ist bislang auf über 40 Flughäfen gelandet (Liniendienste oder einmalige Flüge). Über 900 Piloten sowie fast 10.000 Flugbegleiter sind bei Emirates auf der A380-Flotte ausgebildet. Emirates hat laufende Bestellungen für 299 Großraumflugzeuge, inklusive 90 weiteren A380. Das Durchschnittsalter der Emirates-Flotte liegt bei 74 Monaten, der Branchendurchschnitt bei 140 Monaten. 

Auf dem Überführungsflug der insgesamt 136. Kunden-A380 von Hamburg-Finkenwerder nach Dubai wurden am Mittwoch für die "Airbus Foundation" und "Action Contre la Faim" humanitäre Hilfsmittel transportiert: 41 Tonnen Fertignahrung zur Unterstützung von Ernährungsprogrammen im Nahen und Mittleren Osten, vor allem im Jemen. Die Erdnuss-Riegel werden an Kinder bis zu fünf Jahren gegeben, welche unter akuter Unterernährung leiden. Dies ist die größte einzelne Luftfrachtladung von Hilfsmitteln in der Geschichte der Airbus Foundation.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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