16.04.2013
FLUG REVUE

Endgültiges Aus für OLT Express Germany

Da der Insolvenzverwalter bis dato keine Interessenten für die deutsche Fluggesellschaft finden konnte, ist nun das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die meisten Mitarbeiter erhielten ihre Kündigung. Hoffnung gibt es jedoch für den Technikbetrieb.

OLT Express Fokker 100

OLT Express Fokker 100. Foto und Copyright: OLT Express  

 

OLT Express Germany hatte im Januar den Flugbetrieb eingestellt. "Da die Airline aufgrund des ruhenden Air Operator Certificate (AOC) bereits im Januar dieses Jahres vor Insolvenzantragstellung den Flugbetrieb eingestellt hatte, können keine Flugumsätze mehr erwirtschaftet werden und die Masse reicht nicht aus, um Löhne und Gehälter der Mitarbeiter für die Zeit der Kündigungsfrist zu zahlen. So wurden die meisten Mitarbeiter mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens gekündigt und unwiderruflich freigestellt", heißt es in einer Mitteilung der Kanzlei Brinkmann und Partner.

Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner hatte zu Beginn des Verfahrens nach eigener Aussage etwa 1000 potenzielle Interessenten kontaktiert. „Da sich der deutsche Luftverkehrsmarkt derzeit in einer wirtschaftlich angespannten Lage befindet, sind wir allerdings nur auf verhaltenes Interesse gestoßen“, sagt er. Dennoch stehe er derzeit in Gesprächen mit einem Interessenten für den Flugbetrieb von OLT Express Germany sowie mit einem Interessenten für den Technikbetrieb von OLT Express Germany in Saarbrücken, bisher allerdings ohne verbindlichen Angebote. „Leider erfolgen zurzeit aufgrund des endgültig eingestellten Flugbetriebs die Kündigungen der Mitarbeiter in Bremen und Stuttgart. Lediglich zwei Abwicklungsteams bleiben derzeit an den beiden Standorten tätig.“ Ein anderes Bild ergebe sich im Bereich der Wartung und Überholung von Flugzeugen sowie Komponenten: Unter der Leitung des Insolvenzverwalters konnte der Technikbetrieb von OLT Express Germany mit Sitz in Saarbrücken mit seinen 80 Mitarbeitern weitergeführt werden, nachdem sogar nach der Insolvenzantragstellung neue Kundenaufträge gewonnen werden konnten. „Während der vergangenen Monate haben wir diesen Flugzeugwartungsbetrieb stabilisiert. Durch Aufträge von anderen Unternehmen aus der Industrie steht er zurzeit wirtschaftlich besser da“, sagt Plathner. Auch im nun eröffneten Insolvenzverfahren werde der Betrieb dort zunächst fortgeführt.

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www.flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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