12.01.2017
FLUG REVUE

Iran Air modernisiert die FlotteErste A321 trifft im Iran ein

Nach der Toulouser Übergabe am Mittwoch ist der erste Airbus A321 für Iran Air am frühen Donnerstagmorgen zum Überführungsflug in seine neue Heimat gestartet.

Airbus A321-211 Iran Air Auslieferungszentrum Toulouse

Die Verkaufsverhandlungen mit Iran Air hatte Airbus erst zwischen Weihnachten und Neujahr besiegelt. Am Donnerstagmorgen konnte die erste A321 aus Toulouse nach Teheran starten. Foto und Copyright: FR Steinke  

 

Der Überführungsflug "IRA700" überquerte auf dem Weg nach Teheran am Donnerstagmittag gegen 11.15 Uhr die iranische Grenze im Osten der Türkei und landete kurz nach 12 Uhr deutscher Zeit in der Hauptstadt des Iran. Am Steuer saßen zwei iranische Piloten. Der erste Airbus A321-211 von Iran Air trägt die Registrierung EP-IFA. Das Flugzeug ist mit CFM-Triebwerken ausgestattet. In der Kabine mit Business Class und Economy Class sind sämtliche Sitze mit einem Monitor des Bordunterhaltungssystems ausgestattet. Die neue A321 soll in den kommenden Wochen Inlandsflüge im Iran absolvieren, bevor sie auch auf internationalen Routen verkehren wird.

Airbus A321 Iran Air Kabine

Die Kabine ist bei Iran Air mit IFE-Bildschirmen an jedem Platz komfortabel ausgestattet. Foto und Copyright: A. Doumenjou/Airbus  

 

Der Iran hatte nach dem Ende der Sanktionen in einem von 2017 über elf Jahre laufenden Großauftrag bei Airbus 100 Flugzeuge der Familien A320, A330 und A350 bestellt. Boeing folgt 2018 mit einem ab dann zehn Jahre laufenden, vergleichbaren Großauftrag, darunter für Boeing 777-300ER. Auch ATR wurde mit einem Auftrag bedacht, dessen formeller Abschluss in Kürze erwartet wird. Andere Flugzeughersteller will Iran Air nach erfolgter Marktanalyse zunächst nicht für Aufträge berücksichtigen.

Auch Boeing 747 oder A380 werde Iran Air auf absehbare Zeit nicht bestellen, sagte Iran Air-Chef Farhad Parvaresh am Mittwoch gegenüber der FLUG REVUE in Toulouse. Erst langfristig sei an diese Flugzeuggröße zu denken. Zuvor müsse der Iran seine Flughafen-Infrastruktur ausbauen. Man wolle mit der Flotte organisch wachsen und nicht zuviele Neuerungen auf einen Schlag einführen. 2017 erwartet Iran Air fünf weitere Flugzeuge der A320-Familie, darunter auch A320, und drei Flugzeuge der A330-Familie.

Iran Air betreibt noch heute eine in den siebziger Jahren bestellte A300. Der aktive Flottenbestand ist auf nur noch 23 Flugzeuge gesunken, weil viele veraltete Jets, darunter acht Boeing 747, aus Kostengründen hatten abgestellt werden müssen.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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