30.11.2009
FLUG REVUE

Erste Anzeichen für langsame Erholung auf dem Billigflugmarkt

Nach einer starken Zunahme in den vergangenen Jahren und einem tiefen Einbruch im Frühjahr dieses Jahres gibt es jetzt wieder Zeichen für ein leichtes Wachstum bei der Anzahl der angebotenen Strecken der Low Cost Carrier (LCC) in Deutschland, auch wenn die Anzahl der Flüge noch geringfügig unter dem Wert des letzten Jahres liegt.

Nach Angaben im neuen "Low Cost Monitor", den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) jetzt veröffentlicht hat gab es im Sommer 19 Low Cost-Fluggesellschaften in Deutschland, die insgesamt mehr als 5100 Flüge angeboten haben. Das sind zwar rund 3,8 Prozent weniger Flüge als im vergangenen Jahr, aber eine deutliche Verbesserung gegenüber den Januarwerten, die mit 8,5 Prozent unter denen des Vorjahres lagen.

Gemessen an der Zahl der Flüge (Starts) im Juli ist Air Berlin weiterhin der größte Low Cost-Anbieter in Deutschland. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass dabei zahlreiche innerdeutsche, stark frequentierte Strecken enthalten sind, die nach der Übernahme der dba nun von Air Berlin beflogen werden. Im Vergleich zum Vorjahr gab es besonders bei Ryanair mit mehr als 35 neuen Strecken eine größere Zunahme an bedienten Strecken im Sommer 2009 gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Zahlreiche andere Fluggesellschaften reduzierten ihr Streckenangebot deutlich. Insgesamt vereinen die fünf größten Low Cost Carrier in diesem Sommer über 90 Prozent des LCC-Marktes auf sich. Während sich einige Gesellschaften vom deutschen Markt zurückziehen, entdecken andere kleinere Low Cost Carrier neue Nischen im Verkehr mit Deutschland. Allerdings mussten verschiedene Airlines in den vergangenen Monaten auch Insolvenz anmelden, und durch Konsolidierung verschmelzen in diesem Markt die Geschäftsmodelle einiger Gesellschaften und erschweren somit eine eindeutige Zuordnung.

Insgesamt bedienten die Anbieter im Sommer dieses Jahres 629 unterschiedliche Strecken im innerdeutschen und grenzüberschreitenden Verkehr. Dies sind rund zehn Strecken (plus zwei Prozent) mehr als im Sommer des vergangenen Jahres, als der bisherigen Höchststand seit Einführung der Low Cost-Angebote vor rund sieben Jahren erreicht wurde. Im Jahr davor gab es noch eine Zunahme von mehr als neun Prozent.

Es wurden keine weiteren deutschen Flughäfen in das Netz der Low Cost Carrier integriert. Neue Ziele wurden besonders in den süd- und osteuropäischen Ländern angeflogen. Starke Zuwächse verzeichnete der Flughafen Niederrhein, einen starken Rückgang dagegen der Flughafen Dortmund. Während Ryanair sein Angebot in Weeze gegenüber dem Vorjahr stark ausgebaut hat, gab es in Dortmund einen Teilrückzug von Easyjet, was unter anderem zu einem rund 20-prozentigen Rückgang der Flüge dort geführt hat.




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