29.01.2013
aero.de

Etihad Airways und Jet Airways sollen sich einig sein

Etihad Airways tritt in den indischen Luftfahrtmarkt ein. Die Golfairline will sich mit 24 Prozent an der zweitgrößten indischen Fluggesellschaft Jet Airways beteiligen, sickerte am Monatg nach mehrmonatigen Verhandlungen durch.

"Ich glaube, der Deal ist so gut wie gemacht", zitiert das "Wall Street Journal" eine Quelle aus dem indischen Verkehrsministerium. Die Beteiligung an Jet Airways soll den Arabern umgerechnet 300 Millionen US Dollar wert sein.

Indien hatte im September die stark eingeschränkten Beteiligungsmöglichkeiten für Ausländer im Airlinesektor gelockert. Jetzt können ausländische Investoren bis zu 49 Prozent an indischen Fluggesellschaften übernehmen. Etihad Airways verstärkte daraufhin ihre Suche nach Beteiligungschancen im Land.

Etihad-Chef James Hogan soll auch mit der gegroundeten Fluggesellschaft Kingfisher verhandelt haben. Ein Investment bei Kingfisher erschien der Airline dann aber wohl doch zu risikoreich. Allerdings schiebt auch Jet Airways einen hohen Schuldenberg - zuletzt mehr als zwei Milliarden US Dollar - vor sich her.

Indien ist für Golfairlines ein wichtiger Markt, da in den Emiraten viele indische Gastarbeiter leben. Der Transit von Indien nach Nordamerika und Europa verspricht zusätzliches Passagierpotenzial für den Etihad-Hub Abu Dhabi.

Etihad begann vor einem Jahr, ihr Geschäftsmodell mit dem Aufbau internationaler Beteiligungen zu stärken. Seit Januar 2012 hält Etihad knapp 30 Prozent an Air Berlin und stellte Schecks aus, die den Berlinern über das Jahr halfen. Etihad erwarb zudem Beteiligungen an Air Seychelles, Aer Lingus und Virgin Australia.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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