06.04.2011
FLUG REVUE

FAA verlangt dringende Sonderinspektionen von 175 älteren Boeing 737FAA verlangt Inspektionen 175 älterer Boeing 737

Nach einem Zwischenfall mit einer Boeing 737-300 von Southwest Airlines hat die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA dringende Kontrollen der Rumpfbeplankung von 175 älteren Boeing 737 angeordnet.

Bei dem Zwischenfall am 2. April hatte eine amerikanische Boeing 737-300 von Southwest Airlines auf dem Weg von Phoenix nach Sacramento einen plötzlichen Druckabfall erlitten und Teile der oberen Rumpfbeplankung verloren. Das Flugzeug konnte dennoch mit 118 Passagieren sicher in Yuma notlanden.

Als wahrscheinliche Ursache des Zwischenfalls mit dem erst 39781 Flugzyklen und 48740 Flugstunden, also "mittelalten", Flugzeug gilt Materialermündung an einer Blechverbindung. In einer dringlichen Lufttüchtigkeitsanweisung (Emergency AD) verlangt die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA nun Inspektionen von insgesamt 175 Flugzeugen älterer Bauarten der Boeing 737 ab jeweils 30000 Flugzyklen. Wegen der gleichen, nur zeitweise von Boeing genutzten Befestigungsart der sich überlappenden Blechstöße, seien auch die Baureihen Boeing 737-400 und 737-500 betroffen.

Southwest Airlines soll bereits an weiteren Flugzeugen Risse im Blech entdeckt haben. Die Airline hat alle ihre zu kontrollierenden Flugzeuge kurzfristig aus dem Dienst genommen. 

Laut Boeing wurde dagegen die gesamte aktuelle Boeing 737NG-Serie mit veränderten Fertigungsverfahren produziert, bei denen die verwendeten Bleche grundsätzlich weniger gebogen würden. Dadurch verminderten sich auch Materialermüdung und Rissbildung wesentlich.




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