03.04.2009
FLUG REVUE

Farnair Europe erweitert Flotte - Neunte ATR-72F in Dienst gestellt

Die schweizer Fluggesellschaft wächst in der Branchenflaute und kündigt die Beschaffung zweier weiterer ATR-Frachter an.

ATR 72 Frachter Farnair

ATR 72 Frachter von Farnair (C) Farnair Photo  

 

Trotz angespannter Wirtschaftslage baut die am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg ansässige Fluggesellschaft Farnair Europe ihre Flotte weiter aus. Ihre neunte ATR-72F mit acht Tonnen Nutzlast sei im
März in Dienst gegangen, teilte das Unternehmen heute mit. Zwei weitere Turbopropfrachter des gleichen Musters folgten in Zukunft.

Die Frachtflugzeuge von Farnair Europe beförderten jede Nacht von verschiedenen Standorten in ganz Europa aus Eilsendungen grosser Anbieter. „Das Frachtvolumen ist aufgrund der angespannten Wirtschaftslage
in letzter Zeit zwar etwas zurück gegangen, doch wir haben im Gegensatz zu anderen Frachtairlines kein einziges Flugzeug ausser Dienst stellen müssen“, erklärte Guy Girard, CEO von Farnair Europe. Zudem seien ökonomische Frachtflugzeuge in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt, um ältere Muster zu ersetzen, ergänzte Girard.

Mit der neuesten, als HB-AFR registrierten ATR-72F betreibe Farnair Europe nun neun dieser für eine Nutzlast von acht Tonnen ausgelegten Turboprop-Frachter. Zwei weitere ATR-72F seien bestellt. Bereits 2008 habe Farnair ihre Flotte um drei zusätzliche Frachter erweitert. In Basel sei dadurch die Belegschaft um ein Drittel auf 135 Mitarbeiter ausgebaut worden.

Alle neun ATR-72F seien aus gebrauchten Passagierflugzeugen in Vollfrachter umgebaut worden. Fünf verfügten über ein besonders grosses Frachttor für das Laden von Containern. Guy Girard unterstrich, dass die ATR-72F die neuesten Lärm- und Abgasvorschriften erfülle und als Turbopflugzeug sehr umweltfreundlich zu betreiben sei. Farnair Europe habe die Aktivitäten für den Unterhalt der eigenen Flotte auf dem EuroAirport in Basel in einem eigenen Hangar gebündelt.

Die 1984 gegründete Farnair Europe betreibt eine Flotte von derzeit neun ATR-72F und drei ATR-42 (zwei für je 50 Passagiere, eine als Frachter). Ihre Tochter Farnair Hungary setzt außerdem fünf Fokker F-27 und zwei Beech 1900 ein. Insgesamt werden in Basel 135 Mitarbeiter und 50 weitere in Budapest beschäfigt.



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