28.04.2014
FLUG REVUE

Metallteile auf dem MeeresgrundFlug MH370: Neue Spuren im Golf von Bengalen?

Während die australischen Behörden seit dieser Woche alle Suchflüge nach Flug MH370 beeendet haben und nur noch unter Wasser suchen, berichtet ein kommerzielles Unternehmen zur Suche nach Bodenschätzen und Rohstoffen, es habe im Golf von Bengalen, 5000 Kilometer vom Suchgebiet entfernt, neue Spuren entdeckt.

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Außerhalb des bisherigen Suchgebiets will eine australische Firma Spuren von Flug MH370 im Golf von Bengalen geortet haben. Foto und Copyright: Commonwealth of Australia  

 

Der australische Fernsehsender "7 News" meldete am Montag, die australische Firma "GeoResonance" aus Adelaide habe im Golf von Bengalen auf eigene Faust gesucht und dabei mögliche Spuren des verschollenen Flugzeugs entdeckt. Das auf die Tiefseesuche nach Bodenschätzen aber auch nach Wracks spezialisierte Unternehmen habe eine Fläche von zwei Millionen Quadratkilometern abgesucht und dazu Satellitenbilder und Luftbilder herangezogen. Die wissenschaftliche Auswertung habe ein Verdachtsgebiet ergeben, in dem bereits Spuren gesichert worden seien. "Wir glauben, dass es sich um das Wrack eines Verkehrsflugzeugs handelt", zitierte "7News" einen Mitarbeiter des Bergungsunternehmens. "Wir haben die chemischen Elemente Aluminium, Titan, Kupfer, Stahllegierungen und andere Materialien identifiziert", die auch im Flugzeugbau etwa bei der Boeing 777 verwendet würden. Außerdem wurde ein unscharfes Unterwasser-Sonarbild eines Trümmerfeldes veröffentlicht. Man habe die Spuren schon Anfang April geortet, die australischen Behörden informiert und Mitte April einen ausführlicheren Bericht abgeliefert. Die Firma habe außerdem ihre heutigen Aufnahmen des Fundgebiets mit früheren Messungen der gleichen Stelle vor dem Verschwinden der Boeing 777 verglichen. Dabei seien die nun gefundenen Spuren noch nicht dort gewesen.

Das behauptete Fundgebiet liegt mehrere tausend Kilometer entfernt vom Suchgebiet der australischen Behörden. Diese beendeten alle Suchflüge mit Wochenbeginn. Es bestehe keine Hoffnung mehr, schwimmende Trümmer aufzuspüren. Die Unterwassersuche wird aber fortgesetzt.

UPDATE vom 29. April:
Die australischen Behörden haben den Bericht über die angebliche neue Spur öffentlich zurückgewiesen. Die Spur decke sich nicht mit den vorliegenden Erkenntnissen. Man bleibe beim jetzigen Suchgebiet.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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