14.03.2014
FLUG REVUE

Neues Suchgebiet im Indischen OzeanFlug MH370: Neue Spuren und neue Rätsel

Die seit fast einer Woche vermisste Boeing 777-200ER von Malaysia Airlines könnte nach dem Abbrechen des Funkkontakts noch mehrere Stunden lang nach Westen geflogen sein. Darauf deuten neue Spuren aus amerikanischen Ermittlerkreisen hin.

USS_Kidd_Zerstörer_US_Navy

Der amerikanische Zerstörer USS Kidd wurde zur Suche nach Flug MH370 in die westliche Straße von Malakka beordert. Er ist mit Suchhubschraubern ausgestattet. Foto und Copyright: US Department of Defense  

 

Nach Informationen des amerikanischen Fernsehsenders ABC News, der sich auf US-Ermittlerkreise bezieht, wurden der Datenfunk und der Transponder des Flugzeugs manuell und absichtlich mit einem zeitlichen Abstand von 14 Minuten abgeschaltet. Dies würde gegen die bisherige Theorie eines plötzlichen Unglücks sprechen und die Theorie einer absichtlichen Manipulation des Fluges stützen.

Außerdem sollen noch über vier Stunden lang technische Routine-Einwahlimpulse des Flugzeugs im Inmarsat-Satellitennetz erfasst worden sein, bei denen jedoch keine wirklichen Datenpakete ausgetauscht wurden. Diese von Satelliten empfangenen Impulse sollen sich außerdem einer noch über Stunden beibehaltenen, normalen Reiseflughöhe der Boeing 777-200ER und einem westlichen Kurs zuordnen lassen. Noch gestern hatten die Behörden Malaysias bestritten, dass noch Datenfunk mit dem Flugzeug nach dessen letztem Kontakt mit der Flugsicherung registriert worden sei.

Unterdessen scheint das Pentagon als neues Unglücksgebiet den Indischen Ozean ins Auge zu fassen. Der amerikanische Zerstörer USS Kidd, der an den Suchmaßnahmen teilnimmt, wurde in die westliche Straße von Malakka beordert, weit außerhalb des ursprünglich angenommenen Suchgebiets entlang der geplanten Flugroute. Außerdem beteiligt sich nun auch Indien an der Suche auf See und überwacht ein Seegebiet nahe der Inselgruppe der Andamanen. Die USA wollen am Freitag außerdem ein P-8A-Seeraumüberwachungsflugzeug in das neue Verdachtsgebiet im Indischen Ozean entsenden.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Börsengang könnte eine halbe Milliarde Dollar einbringen Korean Air will mit Jin Air an die Börse

27.04.2017 - Korean Air will noch in diesem Jahr ihre Niedrigpreistochter Jin Air an die Börse bringen. … weiter

Echtzeit-Ortung von Flugzeugen Malaysia Airlines will Flottenüberwachung verbessern

20.04.2017 - Die malaysische Fluggesellschaft will ihre Flugzeuge künftig in Echtzeit tracken. Möglich wird das durch satellitenbasierte ADS-B-Technologie. … weiter

Flight Test Lab der Entwicklungsingenieure Boeing testet erste 777X im Simulator

09.03.2017 - Seit Ende Februar "fliegt" bei Boeing die erste 777X. Der künftig größte Zweistrahler der Welt wird als Rechenmodell im Boeing Flight Test Lab vermessen. … weiter

US-Riese investiert am Standort Europa Boeing baut Komponenten-Werk in England

27.02.2017 - Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing will im britischen South Yorkshire Flugzeugkomponenten bauen, darunter Stellmotoren für die Flugzeugprogramme 737 und 777. … weiter

Airline-"Roadshow" kommt im März nach Frankfurt Emirates sucht Piloten in Deutschland

22.02.2017 - Für ihre Flotte von 250 Großraumjets und für weitere, schon bestellte 220 Flugzeuge sucht Emirates aus Dubai Piloten. Gesucht werden fertig ausgebildete Flugzeugführer mit Erfahrung. Auch aus der … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 05/2017

FLUG REVUE
05/2017
10.04.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Boeing 737 wird 50
Boeing 787-10 fliegt
Rafale in Jordanien
DC-3 in Kolumbien
Flughafen Paris Charles de Gaulle
Triebwerksforschung

aerokurier iPad-App