25.03.2014
FLUG REVUE

Sturm im SuchgebietFlug MH370: Suche ausgesetzt

Wegen eines Sturms im Westen Australiens kann die Suche nach Trümmerteilen von Flug MH370 am Dienstag nicht fortgesetzt werden.

HMAS_Success_Royal_Australian_Navy_Suche_MH370

Der australische Hochseeversorger HMAS Success ist an der Suche nach Flug MH370 beteiligt. Wegen schlechten Wetters musste er die Suche am Dienstag aussetzen. Foto und Copyright: Royal Australian Navy  

 

Die für die Sucharbeiten zuständige "Australian Maritime Safety Authority" teilte am Dienstag mit, man habe die Suche wegen eines Sturms aussetzen müssen. Auch der Hochseeversorger HMAS Success sei deshalb aus dem Suchgebiet nach Süden ausgewichen. Bei einem Seegang der Stärke 7 bis 8 und Wellenhöhen bis zu vier Metern seien die Sucharbeiten für die Helfer derzeit zu gefährlich.

Bei Winden von bis zu 80 km/h, starkem Regen und niedrigen Wolkenuntergrenzen von teilweise nur 60 Metern setze man auch die Suchflüge vorübergehend aus. In den nächsten Tagen sei eine Wetterverbesserung vorhergesagt. Sobald die Bedingungen es zuließen, beginne die Suche erneut.

Die gestern erstmals von einem australischen Suchflugzeug und nicht nur von Satelliten aufgespürten möglichen Trümmerteile von Flug MH370 seien bisher noch nicht von Schiffen erreicht worden. Man verwende Strömungsmodelle, um die Abdrift des Treibguts zu bestimmen.

Unterdessen meldete die britische Zeitung "The Telegraph" am Dienstag unter Bezugnahme auf einen ungenannten Mitarbeiter des offiziellen Untersuchungsteams, eine "absichtliche Handlung durch eine Person an Bord" gelte intern mittlerweile als wahrscheinlichste Ursache für den Absturz der Boeing 777-200ER. Über mögliche Motive gebe es noch keine Erkenntnisse. Dagegen werde eine technische Störung oder ein Feuer an Bord angesichts des mehrstündigen Flugverlaufs als unwahrscheinlich angesehen. Der Unglücksflug sei "rational" durchgeführt worden, so die Ermittler.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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