11.03.2014
FLUG REVUE

Vermisste Boeing 777Flug MH370: Suchgebiet ausgeweitet

Auch am vierten Tag der Suche fehlt von der seit dem Wochenende vermissten Boeing 777 jede Spur. Mittlerweile wurde das Suchgebiet über dem Golf von Thailand bis an die Küsten von Vietnam und Malaysia erweitert.

Vietnam_Air_Force_Suchhubschrauber_MH370

Ein Suchhubschrauber der vietnamesischen Luftwaffe wird zum Start vorbereitet. Er soll Ölflecken untersuchen, die zum Flug MH370 gehören könnten. Foto und Copyright: Ministry of Defence, Vietnam  

 

Die Suchmannschaften hätten das Suchgebiet bis an die Westküste Malaysias an der Straße von Malacca erweitert, teilte Malaysia Airlines mit, der das vermisste Flugzeug gehört. Man wolle damit auch Landgebiete am Rand des Bereichs abdecken, die das Flugzeug beim Versuch einer Umkehr und Landung in Subang überflogen haben könnte. Die Behörden untersuchten jede Möglichkeit und schlössen nichts aus, so die Airline.

An der Suchaktion nehmen mittlerweile Einheiten aus Australien, China, Thailand, Indonesien, Singapur, Vietnam, den Philippinen und aus den USA teil. Ein Expertenteam des amerikanischen NTSB, zu dem auch Boeing-Ingenieure gehören, ist ebenfalls im Unglücksgebiet eingetroffen. Derzeit sind neun Suchflugzeuge und 24 Schiffe im Einsatz. Von der vermissten Boeing 777-200ER fehlt aber noch immer jede Spur. Die bisher im Wasser entdeckten Ölspuren und Treibgutfelder gehörten nachweislich nicht zu Flug MH370.

Vietnam kündigte an, seinen ersten Fernerkundungssatelliten VNREDSAT-1 am Dienstag Vormittag für Fotoaufnahmen des vermuteten Unglücksgebietes zu nutzen. Der Satellit werde dabei die Insel Kien Giang Tho Chu überfliegen und bis zum Abend die Bilder auf die Erde funken.

Das vermisste Flugzeug war zuletzt am 23. Februar in der Wartung bei Malaysia Airlines. Es wurden dabei keine besonderen Befunde gemeldet. Die nächste Werftkontrolle wäre am 19. Juni fällig geworden. Das 2002 ausgelieferte Flugzeug war bisher bei 7525 Flugzyklen 53465 Flugstunden und 21 Minuten in der Luft. Wie alle Flugzeuge von Malaysia Airlines ist es mit einer automatischen ACARS-Datenfunkanlage ausgestattet. Notsignale oder sonstige, auffallende Meldungen wurden jedoch nicht gesendet.

Malaysia Airlines hat eine Task Force eingerichtet, die sich um die Angehörigen der Passagiere kümmert. Daran sind auch die chinesischen Behörden beteiligt, weil ein Großteil der Passagiere des nach Peking fliegenden Jets chinesische Staatsbürger sind. Malaysia Airlines kündigte an, weiterhin möglichst transparent über alle Fragen in Zusammenhang mit Flug MH370 zu kommunizieren.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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