26.03.2014
FLUG REVUE

Vorbereitung für Wracksuche auf dem MeeresgrundFlug MH370: US NAVY stellt Unterwasser-Mikrofon bereit

Um bei der Suche nach dem Wrack von Flug MH370 schneller helfen zu können, lässt die US Navy vorsorglich ein Spezialhydrofon nach Australien verlegen. Es wird hinter Schiffen geschleppt und kann die Peilsignale der Black Box versunkener Flugzeuge selbst in großer Tiefe orten.

Schlepphydrofon_der_US_Navy_zur_Suche_nach_Flug_MH370

Dieses hochempfindliche Unterwasser-Mikrofon der US Navy soll nach den Peilsignalen der Black Box von Flug MH370 suchen. Foto und Copyright: US Navy  

 

Das amerikanische Pazifikkommando habe die Pazfikflotte angewiesen, ein "Black-Box-Suchgerät" in das Suchgebiet nach Flug MH370 zu verlegen, meldete die US Navy. Der geschleppte "Towed Pinger Locator TPL-25" erhöhe die Chancen, dass man den Datenschreiber der verschollenen Boeing 777-200ER orten könne, um das Unglück aufzuklären. Das System könne in Meerestiefen bis zu 6100 Metern arbeiten. Es spürt die Peilsender der Black Box auf, welche diese etwa einen Monat lang automatisch mit einem "Pinger" abstrahlt.

Der TPL-25 werde bei bis zu fünf Knoten Fahrt hinter Schiffen geschleppt. Dabei hängt das passive Hydrofon in einer strömungsgünstigen Verkleidung an einem hydraulisch ausfahrbaren Kabel. Die empfangenen Signale werden an Bord des Schiffes elektronisch ausgewertet und mit genauen Positionsdaten verknüpft. Die meisten "Pinger" senden einmal pro Sekunde auf 37,5 kHz. Der TPL-25 kann Signale zwischen 3,5 kHz und 50 kHz mit beliebiger Rate auffangen.

Die Suche am Mittwoch hatte keine Trümmerteile aufgespürt. Allerdings hatten bei Airbus ausgewertete Satelliten-Bilddaten vom vergangenen Sonntag ein Treibgutfeld mit bis zu 122 treibenden Objekten im Meer ausgemacht. Dies hatte die Hoffnung beflügelt, dass demnächst vielleicht doch noch Trümmer geborgen werden können, die Aufschluss über das Schicksal des verschollenen Großraumjets geben.

UPDATE vom 27. März:
Die australischen Behörden haben am Donnerstag wegen aufziehender Unwetter alle Suchmaßnahmen im Indischen Ozean unterbrechen lassen. Alle Flugzeuge wurden nach Perth zurückbeordert und alle Suchschiffe zum Verlassen des Suchgebietes aufgefordert. Damit sind am Donnerstag keine neuen Suchergebnisse mehr zu erwarten.


www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Airlines wollen ihre Riesen-Zweistrahler später Boeing verschiebt 777X-Erstflug auf 2019

14.06.2017 - Boeing verschiebt den geplanten Erstflug seiner Boeing 777X um vier Monate von 2018 auf Februar 2019. Damit fängt der US-Flugzeughersteller eine leicht abgeschwächte Kundennachfrage auf. … weiter

Langstrecke Frankfurt-Dallas Boeing 777-200 mit neuer Business-Class-Bestuhlung

26.05.2017 - American Airlines führt, auf den Flügen von Frankfurt nach Dallas (Fort Worth), eine neue Bestuhlung in der Business Class ein. Alle Reisenden haben aufgrund der 1-2-1 Bestuhlung direkten Zugang zum … weiter

Börsengang könnte eine halbe Milliarde Dollar einbringen Korean Air will mit Jin Air an die Börse

27.04.2017 - Korean Air will noch in diesem Jahr ihre Niedrigpreistochter Jin Air an die Börse bringen. … weiter

Echtzeit-Ortung von Flugzeugen Malaysia Airlines will Flottenüberwachung verbessern

20.04.2017 - Die malaysische Fluggesellschaft will ihre Flugzeuge künftig in Echtzeit tracken. Möglich wird das durch satellitenbasierte ADS-B-Technologie. … weiter

Flight Test Lab der Entwicklungsingenieure Boeing testet erste 777X im Simulator

09.03.2017 - Seit Ende Februar "fliegt" bei Boeing die erste 777X. Der künftig größte Zweistrahler der Welt wird als Rechenmodell im Boeing Flight Test Lab vermessen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 07/2017

FLUG REVUE
07/2017
12.06.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


COMAC C919 fliegt
Rafale wird weiter modernisiert
Das Cockpit der Zukunft
Griechenland mustert RF-4E Phantom II aus
Air Seychelles fliegt ab Düsseldorf
Patrouille de France auf großer US-Tour

aerokurier iPad-App