18.03.2014
FLUG REVUE

Neue Spur führt nach SüdenFlug MH370: Verstärkte Suche vor Australien

Bei der Suche nach der seit über einer Woche verschollenen Boeing 777-200ER von Malaysia Airlines rückt der mögliche "Südkorridor" des Fluges in den Mittelpunkt. Nun wird ein riesiges Seegebiet im Westen Australiens durchkämmt.

Suchgebiet_Australien_AMSA_Südkorridor_MH370

Das neue Suchgebiet nach Flug MH370 liegt 3200 Kilometer südwestlich der australischen Westküste bei Perth. Foto und Copyright: AMSA Australia  

 

Die australische Behörde "Australian Maritime Safety Authority" (AMSA) sagte am Dienstag, dass unter ihrer Führung eine neue Suche in einem 600.000 Quadratkilometer großen Gebiet westlich von Australien begonnnen habe. Das neue Suchgebiet liege 3200 Kilometer südwestlich von Perth und beruhe auf neuen Erkenntnissen des amerikanischen NTSB vom Montag. An Bord des Fluges waren 239 Personen.

Australien hat am Dienstag einen zusätzlichen Lockheed P-3C Orion Seefernaufklärer in das neue Suchgebiet entsandt. Dort sind bereits zwei australische P-3C, eine neuseeländische P-3K2 Orion, eine australische Wedgetail, eine Hercules sowie eine amerikanische P-8A Poseidon im Einsatz. Diese Flugzeuge hatten zuvor weiter nördlich, im südlichen indischen Ozean gesucht. Die AMSA erklärte, es werde "Wochen" dauern, das riesige Seegebiet zu durchsuchen. Möglicherweise werde auch noch China an der Suche teilnehmen. 

Das neue Suchgebiet folgt dem sogenannten, möglichen "Südkorridor" des Fluges, der auf groben Berechnungen von Datenfunksignalen des verschollenen Flugzeugs beruht. Neben dem Verdacht einer terroristischen Tat schließen die Ermittler außerdem die Möglichkeit nicht aus, dass der Absturz auch als Selbstmord, möglicherweise sogar durch einen der Piloten, planmäßig herbeigeführt worden sein könnte. Laut Medienberichten aus Malaysia war die Ehefrau des Kapitäns mit den drei Kindern einen Tag vor dem Unglücksflug aus dem gemeinsamen Haus in eine Zweitwohnung umgezogen. Der letzte Funkspruch von MH370 stammt aber laut malayischen Angaben vom First Officer.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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