21.03.2016
FLUG REVUE

flydubai-Absturz in Rostow am DonAuswertung des Flugdatenschreibers beginnt

Nach dem Absturz einer Boeing 737-800 von flydubai in Rostow am Don am Sonnabend hat das gemeinsame "Interstate Aviation Committee" der GUS-Staaten die Untersuchungen der Unglücksursache aufgenommen.

Speichermodul Flugdatenschreiber Interstate Aviation Committee

Bei der Laboruntersuchung des Interstate Aviation Committee zum Absturz der Boeing 737-800 von flydubai konnten die beschädigten Speichermodule des Honeywell-Flugdatenschreibers ausgelesen werden. Foto und Copyright: Interstate Aviation Committee  

 

Die aus Dubai kommende Boeing 737-800 der Fluggesellschaft flydubai mit der Registrierung A6-FDN war am Sonnabend bei einem nächtlichen Durchstartmanöver unmittelbar neben der Landebahn des Zielflughafens im russischen Rostow am Don abgestürzt. Alle 62 Insassen von Flug FZ981 kamen dabei ums Leben. Zuvor hatte das im Jahr 2010 gebaute Flugzeug wegen schlechten Wetters zwei Stunden lang Warteschleifen nahe des Zieflughafens gedreht. Dort herrschten Regen mit relativ niedrigen Wolkenuntergrenzen und böiger, starker Wind. Die abgestrahlten ADSB-Daten des Flugverlaufs scheinen darauf hinzudeuten, dass das Flugzeug nach dem Durchstarten wieder eine Höhe von 1211 Metern erreichte, bevor es in steilem Winkel neben die Landebahn stürzte. Der Aufschlag wurde von Überwachungskameras des Flughafens festgehalten.

Arbeiten am Stimmenrekorder und der Absturzstelle

Boeing 737-800 flydubai

Boeing 737-800 von flydubai. Foto und Copyright: Boeing  

 

Die russischen Behörden haben am Sonntag erklärt, dass der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder geborgen werden konnten. Trotz schwerer mechanischer Beschädigungen sei es bereits gelungen, den Flugdatenschreiber auszulesen. Am Stimmenrekorder werde dagegen noch gearbeitet. Dieser Cockpit Voice Recorder (CVR) habe eine mechanische Beschädigung erlitten, bei der sein Datenkabel zerstört worden sei. Man habe deshalb das Speichermodul und dessen Verbindungskabel im Röntgengerät untersucht und arbeite daran, die geschützten Speichermodule auswerten zu können.

Das Interstate Aviation Committee teilte mit, eine Kommission zur Untersuchung des Unfalls arbeite an der Absturzstelle. Man werte dort die Lage der Trümmerteile aus und sichere diese anschließend. Damit werde eine Skizze des vermuteten Absturzverlaufs erstellt. Eine Expertenkommission mit Vertretern der Vereinigten Arabischen Emirate analysiere die Radardaten und spreche außerdem mit Vertretern des Unternehmens und mit Meteorologen. Am Montag seien auch Vertreter des amerikanischen NTSB und des Herstellers Boeing an der Unglücksstelle eingetroffen.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
US-Hersteller meldet Kundenübergaben Boeing liefert 183 Flugzeuge im zweiten Quartal aus

11.07.2017 - US-Branchenriese Boeing hat im zweiten Quartal 2017 insgesamt 183 neue Verkehrsflugzeuge ausgeliefert. Rekordhalter wurde die Boeing 737 mit 123 Auslieferungen. … weiter

Rekord-Jet Top 10: Die größten Kunden der Boeing 737

01.07.2017 - Mehr als 13.000 Exemplare der Boeing-737-Familie wurden bis heute bestellt. Wer die meisten davon über die Jahre geordert hat, darüber gibt unsere Top 10 Auskunft. … weiter

Größter Boeing-Betreiber Southwest übernimmt ihre 737. Boeing 737

08.06.2017 - Bei einer festlichen Übergabe im Boeing-Auslieferungszentrum in Seattle erhielt Southwest Airlines vergangenen Donnerstag ihre bereits 737. 737. … weiter

ALIAS von Aurora Flight Sciences Roboter landet Boeing 737 im Simulator

17.05.2017 - Ein Automatisierungssystem des US-Luftfahrtunternehmens Aurora Flight Sciences hat eine Boeing 737 im Simulator autonom geflogen und gelandet. … weiter

Börsengang könnte eine halbe Milliarde Dollar einbringen Korean Air will mit Jin Air an die Börse

27.04.2017 - Korean Air will noch in diesem Jahr ihre Niedrigpreistochter Jin Air an die Börse bringen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 09/2017

FLUG REVUE
09/2017
07.08.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Eurofighter: Österreich will teure Kampfjets ausmustern
G20: Gipfeltreffen der VIP-Jets
Falcon 5X: Dassaults neuer Widebody fliegt
Tiger Meet: Trainingsduell über der Bretagne
Cassini-Sonde: Nach 20 Jahren Finale am Saturn
Air Serbia: Etihad baut erfolgreich um
Erstflug am Computer: Flugzeuge im Datenstrom

Be a pilot