17.06.2016
FLUG REVUE

App FollowMeSoziales Netzwerk für Piloten und Flugbegleiter

Unregelmäßige Arbeitszeiten und häufige Ortswechsel: die Freizeitplanung ist für fliegendes Personal nicht immer einfach. Eine von zwei Lufthansa-Piloten entwickelte App verspricht Abhilfe.

App FollowMe

Mit der App FollowMe können Piloten und Flugbegleiter ihre Dienstpläne, aber auch ihren momentanen Aufenthaltsort mit Kollegen und Angehörigen teilen. Foto und Copyright: Screenshot FollowMe  

 

Mit der App FollowMe können Piloten und Flugbegleiter ihre Dienstpläne für Kollegen, Freunde und Familie freigeben. Dadurch können Crewmitglieder sehen, ob sie demnächst gemeinsame Flüge oder Aufenthalte haben. Auf der anderen Seite bleiben Freunde und Familie darüber informiert, wo der App-Nutzer gerade beruflich unterwegs ist und wann der nächste freie Tag ansteht, um sich zu treffen.

Entwickelt wurde FollowMe von Michael Porr und Andreas Niedermann, beide arbeiten als Piloten auf Airbus A320 bei der Lufthansa. Ihnen habe immer ein Tool gefehlt, um auf einfache und unkomplizierte Weise mit Familie, Freunden und Kollegen den Dienstplan zu teilen und zu vergleichen. "Deshalb haben wir uns kurzerhand entschlossen, eine App für Apple und Android selber zu entwickeln", schreiben die beiden in einer Email an die FLUG REVUE.

Die App funktioniert Airline-übergreifend. Abgedeckt werden praktisch alle deutschsprachigen Fluggesellschaften, aber auch immer mehr Airlines außerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz werden unterstützt. Die Dienstplan-Daten werden nach Angaben von FollowMe verschlüsselt zu einem Server in der Schweiz transferiert und sind vor unbefugten Zugriffen geschützt.

Nach Angaben von Porr und Niedermann wurde die App innerhalb eines Jahres 25.000 Mal heruntergeladen. Bei Lufthansa nutzten 20 Prozent der Crews die App, bei Swiss mehr als ein Drittel. FollowMe gibt es kostenlos im App Store und auf Google Play. Wen die Werbung stört, der kann für einen geringen Jahresbeitrag eine werbefreie Version kaufen.

www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


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