27.05.2016
FLUG REVUE

Vermessungschiff Laplace sucht nach Egypt-Air-AirbusFranzösische Marine hilft BEA bei Suche nach Flug MS 804

Ein französisches Vermessungsschiff mit Spezialgerät hilft der Unfalluntersuchungsbehörde BEA beim Aufspüren der Peilsender des vermissten Airbus A320 von Egypt Air.

Marine Nationale Vermessungsschiff Laplace

Das französische Vermessungsschiff Laplace hilft der Unfalluntersuchungsbehörde BEA mit Spezialgerät bei der Suche nach dem verschollenen Egypt-Air-Airbus im Mittelmeer. Foto und Copyright: Marine Nationale  

 

Das "Vermessungsschiff zweiter Klasse" Laplace lege mit zwei BEA-Flugunfalluntersuchern an Bord von Porto Vecchio ab, um bei der Suche nach Flug MS 804 zu helfen, teilte die BEA am Donnerstagabend mit. An Bord befänden sich drei Alseamar-Detector-6000-Spürgeräte, die beim Lokalisieren der Unterwasser-Peilsender von Cockpit Voice Recorder und Flight Data Recorder von Flug MS 804 auf dem Meeresboden helfen sollen.

Die 1987 durch die Marine Nationale in Dienst gestellte Laplace ist 59 Meter lang und kann 47 Mann Besatzung unterbringen. Die Stammbesatzung besteht aus 3 Offizieren, 10 Obermaaten, 17 Unteroffizieren und Matrosen und 15 Vermessern. Sie bedienen die wissenschaftliche Spezialausrüstung, darunter Schleppsonden und GPS-Präzisionsanlangen zur Fein-Standortbestimmung und Computer mit moderner Analysesoftware.

Suche kommt zunehmend unter Zeitdruck

Die Suche nach dem abgestürzten Airbus von Egypt Air gerät zunehmend unter Zeitdruck, da das Wrack vermutlich auf 3000 Metern Tiefe in sehr kaltem Wasser liegt, so dass die ohnehin auf wenige Wochen begrenzte Batterielebensdauer der Peilsender sich nochmals verkürzen dürfte. Außerdem gilt der Meeresgrund dort als weich und schlammig, so dass etwaige Trümmer tief einsinken, da der Nil große Sandmengen weit ins Mittelmeer trägt.

Ägypten hatte dennoch, wie von uns berichtet, mit Hilfe seines modernen Hochseeversorgers und -Bergungsschiffs Burullus, bereits ein enges Suchgebiet abstecken können. Tauchroboter stehen an Bord der Burullus bereit, um in der Tiefe nach dem Wrack zu suchen, sobald mit Computerhilfe eine genaue Messkarte des fraglichen Meeresgrundes erstellt worden ist, die alle bisher empfangenen Signale und Messdaten einbezieht.

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Sebastian Steinke


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