17.10.2014
Erschienen in: 04/ 2014 FLUG REVUE

Elefantenhochzeit in den USAFusion von US Airways und American Airlines

Nach einem erfolgreich bestandenen, juristischen Hürdenlauf vereinigten sich US Airways und American Airlines zur neuen American Airlines Group Inc.

Seit dem 9. Dezember 2013 gibt es eine neue größte Airline der Welt: Unter dem Börsenkürzel „AAL“ firmiert der neue Gigant American Airlines Group Inc., die größte Netzwerk-Fluggesellschaft nach angebotenen Sitzmeilen. Die Vereinigung konnte erst stattfinden, nachdem das US-Justizministerium grünes Licht für den Elf-Milliarden-Dollar-Zusammenschluss gegeben hatte und eine Einigung mit Verbraucherverbänden erzielt worden war, die eine teilweise Monopolstellung des neuen Riesen befürchtet hatten. Für die kartellrechtliche Freigabe der Fusion mussten die beiden Partner an sieben Schlüsselflughäfen Slots an Niedrigpreis-Konkurrenten abgeben. Alleine in LaGuardia in New York waren es 34 Slots und am Washingtoner Flughafen Reagan National sogar 104.

„Unsere Mitarbeiter, unsere Kunden und die Zielorte, die wir weltweit ansteuern, haben auf die Ankunft der neuen American gewartet“, sagte deren Vorstandsvorsitzender Doug Parker bei der feierlichen Vereinigungszeremonie. „Wir nehmen das Beste von US Airways und American und bauen daraus einen formidablen Wettbewerber, der auch im Sinne der Aktionäre besser positioniert ist. Wir wollen diese Integration schnell und effizient vollenden, damit sich die Vorteile des Zusammenschlusses schnell auszahlen.“

Die Vereinigung, deren Vollendung zu einer Airline mit einer einheitlichen Betriebszulassung noch 18 bis 24 Monate dauern kann, soll ab 2015 jährlich eine Milliarde Dollar sparen. Seit Januar 2014 erkennen die Partner bereits ihre Vielfliegerprogramme gegenseitig an und bilden mit 101 Millionen Mitgliedern das größte Meilenprogramm der Welt. Seit Ende März gehören beide Airlines einheitlich der Allianz Oneworld an, wozu US Airways die Star Alliance verließ. Das erste Flugzeug von US Airways, ein Airbus A319, wurde Ende Januar in den neuen American-Farben lackiert.

Mit 100 000 Mitarbeitern und 6700 täglichen Flügen zu 330 Destinationen in 50 Staaten ist die neue American tatsächlich ein Gigant. Die Flotte besteht aus 965 Flugzeugen. Hinzu kommen noch 558 Regionalflugzeuge im Bestand. Alleine im Verlauf dieses Jahres werden noch 83 fabrikneue Flugzeuge geliefert: zehn Airbus A319, 42 Airbus A321, drei Airbus A330-200, 20 Boeing 737-800 und sechs Boeing 777-300ER. Dagegen werden 25 MD-80, 14 Boeing 737-400, 19 Boeing 757, vier Airbus A320 und zwölf Boeing 767-200 ausgemustert. Im Regionalbereich kommen 43 neue Flugzeuge hinzu, nämlich 19 Bombardier CRJ900 und 24 Embraer 175. Hier werden 25 kleinere Embraer 140 und zwei Bombardier Dash 8-100 ausgemustert.


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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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