03.04.2015
FLUG REVUE

Germanwings-UnglückCopilot wählte 30 Meter Flughöhe und beschleunigte

Die französische Flugunfalluntersuchungsbehörde BEA hat am Freitagmittag erste Angaben zur Auswertung des am Donnerstag gefundenen Flugschreibers gemacht.

Germanwings A320 Absturzstelle Kennung

An der Absturzstelle der Germanwings A320 in den französischen Alpen wurde am Donnerstag (2. April 2015) der Flugschreiber gefunden (Foto: Ministère de l`Interieur).  

 

Absturzstelle des Airbus A320 von Germanwings. Copyright: Französisches Innenministerium

Nach Angaben der BEA ergab eine erste Auslesung der Daten dass „der Pilot im Cockpit den Autopiloten verwendete um einen Sinkflug auf eine Höhe von 30 Metern einzuleiten und dann mehrmals während des Sinkflugs weitere Einstellungen am Autopiloten vornahm, um die Geschwindigkeit des Flugzeugs im Sinkflug zu erhöhen.“

Germanwings A320 Flugdatenschreiber April 2015

Der Flugdatenschreiber der zerschellten Germanwings-A320 ist stark beschädigt (Foto: BEA).  

 

Der Flugdatenschreiber war am Donnerstag an der Absturzstelle gefunden worden. Laut Brice Robin, dem zuständigen Staatsanwalt in Marseille, lag sie etwa 20 Zentimeter tief in der Erde und war trotz mehrerer Suchen an der Stelle bisher nicht entdeckt worden. Bilder zeigen ein verkohltes Gehäuse.

Hier die Mitteilung des Bureau d'Enquêtes et d'Analyses vom 3. April 2015 im französischen Originaltext:

„L’enregistreur de paramètres de vol de l’avion (FDR, Flight Data Recorder) a été acheminé vers les locaux du BEA hier dans la soirée. Les équipes du BEA ont débuté les opérations d’ouverture dès son arrivée.

Une première lecture fait apparaître que le pilote présent dans le cockpit a utilisé le pilote automatique pour engager l’avion en descente vers une altitude de 100 ft, puis, à plusieurs reprises au cours de la descente, le pilote a modifié le réglage du pilote automatique pour augmenter la vitesse de l’avion en descente.

Les travaux continuent pour établir le déroulement factuel précis du vol.“



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