25.06.2009
FLUG REVUE

IATA Leichte Erholung im LuftverkehrIATA sieht "leichte Erholung" im Luftverkehr

Laut den Verkehrszahlen der IATA für Mai stabilisiert sich die Nachfrage im Passagier- und Frachtsektor. Zwar lag das internationale Fluggast-Aufkommen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,3 Prozent niedriger, doch zeigen die monatlichen Bilanzen der internationalen Luftfahrtindustrie zum zweiten Mal in Folge einen leichten Aufwärtstrend.

Symbolfoto IATA Zahlen

In der IATA sind nahezu alle großen Airlines zusammengeschlossen. Der Verband gibt regelmäßig Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage der Branche (C) Archivfoto: FLUG REVUE / Stolzke  

 

Das internationale Frachtaufkommen lag nach Angaben des Verbandes vom Donnerstag um 17,4 Prozent niedriger als im April 2008 - erstmals seit dem Dezember 2008 betrug der Rückgang wieder unter 20 Prozent. Die durchschnittliche Passagier-Auslastung im Monat Mai wurde mit 71,2 Prozent angegeben. Die Kapazitäten reduzierten sich um fünf Prozent.

„Wir könnten den Tiefpunkt erreicht haben, aber es ist noch ein langer Weg, bis sich die Industrie von dieser weltweiten Krise erholt hat“, erklärte Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA, die aktuellen Verkehrszahlen. „Die Kapazitäten werden nicht der Nachfrage entsprechend angepasst.

Die Passagiernachfrage liegt 3,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahr und die Auswirkungen auf die Umsätze sind gravierend. Nach einem Rückgang um 20 Prozent bei den Passagiererträgen im ersten Quartal erwarten wir ein noch höheres Minus zwischen 25 und 30 Prozent im Monat Mai.“

Im Mai machten sich erstmals die Auswirkungen des H1N1-Virus auf den Reisesektor bemerkbar. Die Fluggesellschaften in Mexiko verzeichneten einen Rückgang beim Verkehrsaufkommen um rund 40 Prozent. In der gesamten Region Lateinamerika lag die Nachfrage im Mai um 9,2 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Auslastung war mit 64,7 Prozent die geringste unter allen Regionen.

Die Fluggesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum melden für den Mai einen Rückgang von 14,2 Prozent bei der Passagiernachfrage. Die Kapazitäten wurden um 9,3 Prozent reduziert. Die nordamerikanischen Airlines verbuchten ein um 10,9 Prozent niedrigeres Fluggastaufkommen im Vergleich zum Mai 2008.

Bei den Fluggesellschaften in Europa wurde eine schwache Nachfrage auf Langstrecken registriert, zugleich verloren die Netzwerk-Carrier weitere Marktanteile an Low-Cost-Airlines. Deren Verkehrsaufkommen erhöhte sich um 2,1 Prozent, während das der Netzwerk-Carrier um 9,4 Prozent zurückging.

In Afrika sank die Anzahl der Fluggäste im Mai um 6,0 Prozent. Lediglich im Mittleren Osten erhöhte sich die Nachfrage von Passagierseite um insgesamt 9,5 Prozent, zugleich stiegen die Kapazitäten um 14,5 Prozent an.

„Wir haben mehrere Jahre für ein gesundes Wachstum verloren und stehen unter enormem Druck“, sagte Giovanni Bisignani zur Situation in der Luftfahrt-Industrie. „Die Fluggesellschaften kämpfen ums Überleben, Kostenreduzierungen und ein vorsichtiger Umgang mit den finanziellen Mitteln haben oberste Priorität."

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HS / IATA


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