18.01.2016
FLUG REVUE

UN-Sanktionen aufgehobenIrans Verkehrsminister stellt Airbus-Großauftrag in Aussicht

Irans Verkehrsminister Abbas Akhoundi hat am Wochenende angekündigt, dass sein Land nach der Aufhebung der UN-Sanktionen seine Verkehrsflugzeugflotte schon kurzfristig mit Airbus-Flugzeugen modernisieren wolle.

Boeing 747SP Iran Air

Noch aus den Zeiten des Schah von Persien stammt ein großer Teil der Flotte von Iran Air. Dazu zählen ältere Boeing 747, darunter in der verkürzten Ultralangstreckenversion Boeing 747SP (Foto). Foto und Copyright: Iran Air  

 

Gegenüber der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA sagte der Verkehrsminister am Sonnabend, der Iran habe bereits einen Vorvertrag unterzeichnet, um direkt nach dem Ende der UN-Sanktionen bei Airbus 114 Flugzeuge ungenannter Baureihen zu bestellen. Noch vor dem iranischen Neujahrsfest am 21. März werde der Iran die ersten Flugzeuge erhalten, sagte der Minister noch vor der -mittlerweile erfolgten- offiziellen Aufhebung der UN-Sanktionen. Diese hatten die Vereinten Nationen wegen des iranischen Atombombenprogramms erlassen.

Der Iran hat seinen Bedarf an neuen Verkehrsflugzeugen mit etwa 400 bis 500 Flugzeugen in den nächsten zehn Jahren beziffert. Die aus den siebziger Jahren stammende Bestandsflotte von etwa 250 Flugzeugen ist veraltet und zu klein. Nur 150 Flugzeuge können derzeit wegen Ersatzteilmangels eingesetzt werden.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim zitierte den Verkehrsminister außerdem mit der Bemerkung, der Iran habe in den vergangenen Monaten mit großen Flugzeugherstellern verhandelt, um Iran Air mit Hilfe neuer Flugzeuge schnell zu restrukturieren. Außerdem gehe es um die Überholung der Bestandsflotte und um das Leasing von Flugzeugen.

Unterdessen erwägen die USA neue, nationale Sanktionen gegen den Iran, weil dessen gemeinsam mit Nordkorea durchgeführtes, ballistisches Raketenprogramm zur Herstellung atomwaffenfähiger Flugkörper geeignet sei.



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