28.01.2014
aero.de

Air SerbiaEtihad steckt herben Rückschlag in den USA ein

Etihad Airways ist auch jenseits des Atlantik auf Expansionskurs. Das US Verkehrsministerium (DoT) zeigt der umtriebigen Golfairline dabei jetzt rote Linien auf: Codeshare-Flüge von Air Serbia und Etihad in die Vereinigten Staaten sind tabu, entschied das Ministerium und gab einer Beschwerde des US Airlineverbands A4A statt.

Air Serbia Airbus A319

Air Serbia Airbus A319. Foto und Copyright: Air Serbia  

 

Die Begründung für das klare "no" aus Washington ist ebenso eingängig wie richtungsweisend.

Zum Hintergrund: Etihad hatte im vergangenen Jahr 49 Prozent der kriselnden JAT Airways übernommen und in Air Serbia umfirmiert. Eilig beantragte Air Serbia, die kein einziges Langstreckenflugzeug besitzt, Codeshare-Flüge mit dem neuen Partner in die Vereinigten Staaten. Etihad hatte sich einen weiteren Zubringer für ihr Interkontnetz gekauft.

"Bestenfalls bizarr" nannte der US Airlineverband dieses Vorhaben. Auch Delta wurde in einer Eingabe an das US Verkehrsministerium deutlich: Der JAT-Codeshare über Abu Dhabi stelle einen "extremen Umweg" von 8.000 Kilometern für Hin- und Rückflug dar und sei "unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht plausibel", argumentierte die Airline.

Codeshare-Flüge von Belgrad über Abu Dhabi in die USA wären insoweit "das Produkt marktverwerfender und gegen den freien Wettbewerb gerichteter Staatshilfen, von denen sowohl JAT als auch Etihad profitieren", teilte Delta aus. Kein Fluggast würde einen derartigen Umweg in Kauf nehmen, es sei denn er erhalte einen Anreiz über einen künstlich niedrigen Ticketpreis.

Das US Verkehrsministerium schloss sich dieser Meinung an - Air Serbia darf ihren Code vorerst nicht auf Etihad-Flüge in die USA setzen. Die Entscheidung bedeutet einen herben Rückschlag für die US-Strategie von Etihad, die in diesem Jahr neue Flüge nach Los Angeles und Dallas Fort Worth startet - und irgendwie füllen muss.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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