08.10.2014
FLUG REVUE

Elektronische Geräte an BordKeine Restriktionen mehr für Smartphones?

Die EASA erlaubt seit Ende September den europäischen Fluglinien, die Benutzung elektronischer Geräte an Bord während des gesamten Flugs zu gewähren.

TAP Handy Flugzeug 1 Blackberry

Der Blackberry Einsatz ist bei den OnAir System ebenfalls an Bord möglich (C) Foto: FLUG REVUE / Stolzke  

 

Gemäß der neuen Richtlinie der europäischen Behörde für Flugsicherheit (European Aviation Safety Agency, EASA) müssen die Passagiere mitgebrachte elektronische Geräte wie Mobiltelefone, Laptops oder MP3-Player nicht mehr in den Flug-Modus schalten. Allerdings liegt es im Ermessen der jeweiligen Fluglinie, ob sie die durchgehende Verwendung der Geräte erlaubt oder nicht. Falls ja muss sie gemäß EASA einen Bewertungsprozess durchführen, um sicherzustellen, dass die Systeme des Flugzeugs nicht von den Signalen der PEDs (portable electronic devices) beeinflusst werden. Die Lufthansa sieht die EASA-Initiative positiv: „Wir begrüßen diesen logischen Schritt und hoffen jetzt schnell Grünes Licht von Flugzeugherstellern und Luftfahrtbundesamt zu erhalten“, sagt Jens Bischof, Mitglied des Passagevorstandes – Vertrieb, Produkt & Marketing. „Für unsere Gäste, die schon unser Breitbandinternet an Bord der gesamten Langstrecke schätzen, eine praktische Ergänzung.“ Auch auf der Kurz- und Mittelstrecke bereitet das Unternehmen ein Internetangebot vor; eine internationale Ausschreibung dazu läuft nach eigener Aussage bereits.

Wann genau und für welchen Flugzeugtyp die neue Regel greift, kann die Lufthansa momentan noch nicht abschätzen. Als technische Grundlage für die weltweit zu beobachtende Lockerung beim Gebrauch elektronischer Geräte gilt die nachweislich gute Abschirmung des Bordsystems von Verkehrsflugzeugen. Das Telefonieren an Bord bleibt aber bei der Lufthansa unerwünscht, um Störungen von Fluggästen in der Kabine zu vermeiden.

flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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