02.11.2015
FLUG REVUE

Kogalymavia-UnfallA321-Absturz über dem Sinai

Der Absturz einer A321 am Samstag über dem Sinai bleibt vorerst rätselhaft, auch wenn Behauptungen einer dem IS nahestehenden Gruppe aufgetaucht sind, sie habe die Maschine abgeschossen. Alle 224 Personen an Bord kamen ums Leben.

A321 Metrojet-Crash Oktober 2015

Die A321-200 von Metrojet (Kogalymavia) stürzte etwa 25 Minuten nach dem Start in Sharm el Sheik ab (Foto: via Russisches Notfallministerium).  

 

Der Airbus A321-200 mit der Kennung EI-ETJ war am 31. Oktober um 5:51 Uhr Ortszeit in Sharm el Sheik an der Südspitze der Sinai-Halbinsel gestartet und mit Urlaubern auf dem Weg nach Sankt Petersburg. 23 Minuten später verschwand er laut dem ägyptischen Verkehrsministerium in einer Höhe von etwa 9400 Metern vom Radarschirm. Daten von FlightRadar24 zeigen eine Sinkrate von 30 Metern pro Sekunde, als das Transpondersignal abbrach.

A321-Crash Sinai Oktober 2015 Pleiades

Die Trümmer der A321-200 von Metrojet (Kogalymavia) sind über ein Gebiet im Zentralsinai verstreut (Foto: via Russisches Notfallministerium).  

 

Viktor Sorochenko, Direktor des Zwischenstaatlichen Luftfahrtkomitees in Russland erklärte, die A321 sei wohl in der Luft auseinandergebrochen, da Wrackteile über einem Gebiet von etwa 20 Quadratkilometern im gebirgigen Zentralsinai verstreut sind. Es sei aber noch zu früh, daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen.

Die russischen Behörden haben vorsichtshalber den Betrieb von A321 durch Kogalymavia gestoppt. Die Charter-Airline fliegt unter dem Markennamen Metrojet. Die abgestürzte A321 mit der Seriennummer 663 war 1997 gebaut worden und seit 2012 bei Metrojet im Einsatz. Sie hatte bei 21000 Starts rund 56000 Flugstunden absolviert.

Wegen der Abschussbehauptung haben einige Fluggesellschaften wie Emirates, Air Arabia, Flydubai oder Lufthansa und Air France am Sonntag beschlossen, den Luftraum über dem Sinai vorerst zu meiden. EgyptAir dagegen sieht für diese Entscheidung keine Veranlassung.

Am Sonntagabend wurden die ersten Opfer des Unfalls mit einem Il-76TD-Frachter des Notfallministeriums von Kairo nach Sankt Petersburg geflogen. Bis gestern waren etwa 160 Leichen geborgen worden.



Weitere interessante Inhalte
Europäische Bestseller Top 10: Die meistgebauten Airbus-Flugzeuge

21.11.2016 - Am 28. Oktober 1972 startete der erste Prototyp des Airbus A300 zu seinem Jungfernflug. Seit dem produzierte der europäische Flugzeugbauer fast 10000 Flugzeuge. Aber welche sind die meistgebauten … weiter

Erste Auslieferung angeblich binnen weniger Tage Iran Air vor ersten Airbus-Übernahmen?

17.11.2016 - Iran Air soll, laut Brancheninformationen, vor den ersten Flugzeugübernahmen bei Airbus stehen. Für eine besonders kurzfristige Lieferung will die iranische Fluggesellschaft demnach fabrikneue, … weiter

Retrofit für Airbus A320 Recaro-Sitze für TAP

14.11.2016 - Die portugiesische Fluggesellschaft erneuert die Kabinenausstattung ihrer Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge. Insgesamt werden 41 Flugzeuge der A320-Flotte von Tap mit den Recaro-Sitzen SL3510 und … weiter

Bestseller aus Europa Top 10: Die größten Kunden der A320-Familie von Airbus

13.10.2016 - Mit mehr als 12500 verkauften Flugzeugen ist die A320-Familie der größte Erfolg von Airbus. … weiter

Deutsche Vielflieger Top 10: Die zahlreichsten deutschen Passagierflugzeuge

21.09.2016 - Groß oder klein, Airbus oder Boeing: Welches Flugzeugmuster ist in den Flotten der deutschen Airlines am häufigsten vertreten? Unsere Top-10-Liste gibt Aufschluss. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App