22.09.2016
FLUG REVUE

Airline ist auch großer LuftfahrtzuliefererKorean Air liefert erste Sharklets für die A330neo

Mitte September hat Korean Air das erste "Shipset" von Sharklets für die A330neo an Airbus geliefert. Airbus nennt die strömungsoptimierenden Endscheiben wegen ihrer haifischflossenartigen Form "Sharklets".

Erste Lieferung von Sharklets für die A330neo durch Korean Air

Vier Meter lang sind die Sharklets des Airbus A330neo. Sie verbessern die Strömung an den Flügelspitzen und sparen Kerosin. Foto und Copyright: Korean Air  

 

Mit der ersten Auslieferung von A330-Sharklets schließe Korean Air den Entwicklungsprozess ab und beginne die Phase Serienfertigung, teilte Korean Air mit. Zur Übergabe der ersten A330neo-Sharklets an Airbus am 13. September hatte Korean Air Vertreter beider Unternehmen in ihr "Tech Center" in der Küstenstadt Busan in Südkorea eingeladen. 

Das A330neo-Sharklet hat eine Breite von zwei Metern und eine Länge von vier Metern. Es besteht aus High-Tech-Werkstoffen und wird an den äußeren Tragflächenenden angebracht. Diese Struktur spielt eine entscheidende Rolle dabei, die Flugzeugleistungen zu steigern: So lassen sich CO2-Emissionen und Luftwiderstand reduzieren und die Kraftstoffeffizienz um rund vier Prozent steigern, weil Sharklets die Wirbelschleppen, und damit den induzierten Widerstand, vermindern.

Seit Februar 2015 hatte Korean Air eine eigene Expertengruppe für das Projekt A330neo-Sharklet eingesetzt. Im September 2016 hatte das Team die Entwicklung der Sharklets erfolgreich abgeschlossen und die Serienproduktion begonnen. Seit 2009 hat Korean Air außerdem bereits mehr als 1800 der vom Unternehmen weiterentwickelten Sharklets für die A320neo ausgeliefert. 

Seit Jahren ist Korean Air als Lieferant von Bauteilen für die weltweit bedeutendsten Flugzeughersteller, darunter Airbus und Boeing, ein wichtiger Partner: So war das Unternehmen im Rahmen einer internationalen Kooperation an der Entwicklung von sieben Hauptkomponenten der Boeing 787 beteiligt, darunter des Rumpfhecks. Darüber hinaus baut Korean Air seit 2008 auch Frachttüren des Airbus A350. Auch die Boeing 737 MAX erhält ihre Winglets aus Busan. Das Unternehmen ist außerdem offizielle Umbauwerft für gebrauchte Boeing-747 in Frachter und Wartungspartner der US-Streitkräfte für große Flugzeugüberholungen.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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