27.02.2009
FLUG REVUE

Lufthansa AUA Angebot AktionäreLufthansa bietet AUA Aktionären 4,49 Euro je Aktie

Lufthansa unterbreitet den Aktionären der Austrian Airlines AG über die ÖLH Österreichische Luftverkehrs-Holding-GmbH ein öffentliches Kaufangebot und bietet pro Stückaktie 4,49 Euro. Das teilte die Airline am Freitag mit. Die Frist für die Annahme des Angebotes beginne am 2. März 2009 und ende am 11. Mai 2009.

Die Höhe des Angebotspreises orientiere sich nach Angaben der Lufthansa am durchschnittlichen nach den jeweiligen Handelsvolumen gewichteten Börsenkurs während der letzten sechs Monate vor Bekanntmachung der Angebotsabsicht. Das sei die Zeit vom 3. Juni 2008 bis inklusive 2. Dezember 2008.

Das Übernahmeangebot von 4,49 Euro je Aktie liege rund 69 Prozent über dem Handelspreis vom 2. Dezember 2008 und etwa 30 Prozent über dem Schlusskurs der Aktie vom 26. Februar 2009. Die vollständige Angebotsunterlage ist auf der Webseite www.lufthansa.com/austrian einzusehen. 

Das Angebot sei nach Einschätzung der Lufthansa ein weiterer Schritt hin zur vollständigen Übernahme von Austrian Airlines durch den deutschen Konzern. Zuvor hätten die Aufsichtsräte der Deutschen Lufthansa AG und der Österreichischen Industrieholding AG (ÖIAG) dem Erwerb der Aktien und Integration der Austrian Airlines AG in den Lufthansa Konzern zugestimmt. Die entsprechenden Verträge seien am 5. Dezember 2008 unterzeichnet worden. Im Rahmen dieser Verträge sei auch der Verkauf der 41,56 Prozent im Besitz der ÖIAG befindlichen Anteile an Austrian Airlines AG zum Preis von 366 Tausend Euro zuzüglich eines Besserungsscheins vereinbart worden. Aus diesem Besserungsschein zahle Lufthansa an die ÖIAG einen Betrag von bis zu 164 Millionen Euro in Abhängigkeit von der zukünftigen wirtschaftlichen Wertentwicklung der Austrian Airlines AG und einer überdurchschnittlichen Entwicklung der Lufthansa Aktie gegenüber den Aktienkursen von Wettbewerbern.

Die Aktien der Austrian Airlines AG würden künftig von der österreichischen Gesellschaft ÖLH Österreichische Luftverkehrs-Holding-GmbH gehalten, deren Gesellschafter mit 50,2 Prozent die ÖLP Österreichischen Luftverkehrs-Privatstiftung und mit 49,8 Prozent von der ÖLB Österreichische Luftverkehrs-Beteiligungs-GmbH, eine 100 prozentigen Tochter der Lufthansa, seien.

Der Vollzug der Transaktion stehe unter anderem unter den aufschiebenden Bedingungen der kartellrechtlichen Freigaben und der Freigabe einer von der Republik Österreich zu leistenden Restrukturierungsbeihilfe von 500 Millionen Euro durch die Europäische Kommission, teilte Lufthansa mit.



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