21.11.2008
FLUG REVUE

21.11.2008 - Lufthansa ConnieLufthansa-Connie: Restaurierung läuft an

Mit dem "Roll-in", also der Aufnahme in den Restaurierungshangar einer Lockheed L-1649A "Super Star" am Flughafen Auburn-Lewiston im US-Bundesstaat Maine, tritt die Instandsetzung des historischen Langstreckenflugzeugs der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung in eine neue Phase.

L-1649 im Hangar Bild (Standa

Am 20. November begann die Restaurierung der L-1649 bei Lufthansa Technik in Auburn, Maine. Foto: (C) Paul Kaps  

 

Nach den bisherigen Vorarbeiten im Freien beginnt nun die eigentliche, wettergeschützte Instandsetzung durch das Expertenteam der Lufthansa Technik in einer vom Flughafen neu errichteten Halle.

Super Star und Super Constellation gelten als die "Königin des Propellerzeitalters". Mit den eleganten viermotorigen Flugzeugen nahm die Lufthansa nach dem Krieg wieder die Transtalantikdienste auf. Weltweit fliegen heute nur noch sehr wenige Exemplare, unter anderem in der Schweiz.

"Vor knapp einem Jahr beauftragte uns die Lufthansa Berlin-Stiftung mit der flugfähigen Instandsetzung der "Super Star". Für das Projektteam ist die Einweihung des Hangars ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wieder flugtüchtigen "Super Star". Ich freue mich, dass diese Halle nun für dieses anspruchsvolle Projekt zur Verfügung steht", so August Wilhelm Henningsen, Vorsitzender des Vorstandes der Lufthansa Technik AG am 20. November bei der feierlichen Einweihung der Halle in Auburn. "Eine Lockheed L1649A wieder in die Luft zu bringen, ist eine ganz besondere Ehre für die Lufthansa Technik als Unternehmen und alle unsere Mitarbeiter."

Bevor die N7316C jetzt im neuen Hangar im ersten Schritt einem intensiven D-Check unterzogen wird, hatte das Lufthansa Technik Team bereits viele Bauteile demontiert, die nicht zur primären Struktur des Flugzeugs gehören. Auch das Leitwerk wurde schon abgebaut und dem nordamerikanischen Tochterunternehmen der Lufthansa Technik, BizJet in Tulsa/Oklahoma, zur Überholung übergeben. Parellel dazu arbeitet bereits ein amerikanischer Triebwerksspezialist an der Instandsetzung der historischen Curtiss-Wright-Motoren. Im Hangar beginnen nun an der primären Flugzeugstruktur umfassende Kontrollen auf Korrosion und Materialermüdung. Die verschiedenen Systeme werden aufwändig überholt. Das Cockpit wird auf den heutigen technologischen Stand gebracht, behält aber seine historische Anordnung.

Auch die Kabine wird nach historischem Vorbild restauriert. Nach heutiger Einschätzung der Techniker soll sich die Legende "Super Star" ab 2011 wieder in die Lüfte erheben. In Auburn arbeiten neben dem Kernteam der Lufthansa Technik zwölf qualifizierte Mechaniker am Flugzeug. Geräte und Komponenten wie auch die Triebwerke werden vorwiegend von Spezialisten in den USA und bei der Lufthansa Technik AG in den USA und in Deutschland bearbeitet. Ein Ingenieurs-Team koordiniert vor Ort die Restaurierung.

Für befristete Einsätze entsendet das Hamburger Unternehmen darüber hinaus auch Auszubildende nach Auburn. Die von 1956 bis 1958 in 44 Exemplaren gebaute Lockheed L-1649A ist das ultimative Modell der legendären Lockheed Constellation-Baureihe.Von allen gebauten L-1649A sind heute noch vier Exemplare erhalten, von denen derzeit jedoch keines flugfähig ist. Drei dieser vier "Super Stars" hatte die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung im Dezember 2007 von dem amerikanischen Flugzeug-Enthusiasten Maurice Roundy in den USA ersteigert.



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