20.02.2015
FLUG REVUE

Pensionslasten und RückstellungenLufthansa: Ergebnis 2014 sackt ab

Der Gewinn der Lufthansa ist auf 55 Millionen Euro geschrumpft. Berechnet nach HGB-Vorschriften gab es 2014 sogar einen Verlust. Es gibt keine Dividende.

fr 08-2014 Lufthansa Jet-Einkauf (04)

Trotz der schlechten Ergebnisse 2014 soll an der Flottenmodernisierung (hier 777X) nicht gerüttelt werden.  

 

Die Deutsche Lufthansa AG erreicht im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 30,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 30,0 Mrd. Euro). Das vorläufige operative Ergebnis beträgt 954 Mio. Euro (Vorjahr: 699 Mio. Euro), das normalisierte vorläufige Ergebnis beträgt 1.178 Mio. Euro (Vorjahr: 1.044 Mio. Euro).

Das vorläufige IFRS-Ergebnis beträgt 55 Mio. EUR (Vorjahr: 313 Mio. Euro). Der Gewinn pro Aktie liegt bei 0,12 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,68 Euro). Das IFRS-Ergebnis wurde insbesondere belastet durch die Marktwertentwicklung einer 2012 begebenen Wandelanleihe und die Verringerung der Zeitwerte von zur Treibstoffpreissicherung eingesetzten Optionen.

Das vorläufige HGB-Ergebnis weist einen Verlust von 732 Mio. Euro aus (Vorjahr: plus 407 Mio. Euro). Es wurde insbesondere belastet durch den bereits im Oktober 2014 angekündigten Verkauf des Bereichs IT-Infrastruktur der Lufthansa Systems AG und die durch die Absenkung des Rechnungszinses von 3,75 Prozent auf 2,6 Prozent bedingte Erhöhung der Pensionsverbindlichkeiten. Erhebliche Belastungen des HGB-Ergebnisses ergaben sich zudem aus gebildeten Drohverlustrückstellungen auf Treibstoffpreissicherungsgeschäfte als Folge des zum Jahresende stark gefallenen Ölpreises.

Entsprechend der langjährigen Dividendenpolitik der Gesellschaft hat der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG in seiner heutigen Sitzung beschlossen, dem Aufsichtsrat den Verzicht auf die Auszahlung einer Dividende (Vorjahr: 0,45 Euro je Aktie) vorzuschlagen, da die Ausschüttung nicht durch ein ausreichendes HGB-Jahresergebnis gedeckt wäre.



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