04.12.2013
aero.de

LufthansaFlugbegleiter nach A380-Flug ärztlich behandelt

An Bord des Lufthansa Airbus A380 D-AIME klagten am 29. November mehrere Mitglieder der Kabinenbesatzung über Unwohlsein. Nach Informationen des Dienstes "The Aviation Herald" spielte bei dem Vorfall mit Öldämpfen versetzte Zapfluft aus einem unmittelbar vor dem Flug gewechselten Triebwerk eine Rolle.

Lufthansa Airbus A380 D-AIME

An Bord des Lufthansa Airbus A380 D-AIME klagten am 29. November mehrere Mitglieder der Kabinenbesatzung über Unwohlsein. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Die Piloten des Flugs LH752 von Frankfurt nach Johannesburg kappten die Zapfluftzufuhr aus Triebwerk 3, woraufhin sich die Dämpfe auflösten.

Acht Flugbegleiter seien nach der Landung in Johannesburg krankgegeschrieben und als Passagiere nach Frankfurt zurückgeflogen worden.

An der D-AIME sei Triebwerk 3 wegen eines Problems auf dem vorausgegangen Umlauf nach Peking ausgetauscht worden. Während des Flugs nach Johannesburg seien den Piloten erhöhte Öl-Füllstände für das Triebwerk aufgefallen, schreibt "The Aviation Herald".

Lufthansa hatte vor einem Jahr Probleme mit kontaminierter Kabinenluft in ihrer A380-Flotte eingeräumt. Das Unternehmen führt inzwischen eigene Studien zu dem Thema durch und hat Procedures entwickelt, die Zwischenfälle mit verunreinigter Zapfluft verhindern sollen.

Sogenannte Aerotoxine stellen nach Ansicht von Wissenschaftlern und Pilotenverbänden ein Sicherheitsrisiko dar. Über die Zapfluft der Triebwerke können Öldämpfe in die Kabine gelangen und die Handlungsfähigkeit der Crew einschränken. Als besonders problematisch gilt der Zusatz Tricresylphospat (TCP) im Treibstoff, der neurotoxisch wirkende Isomere enthält.

Alle A380 der Lufthansa werden von Rolls-Royce Trent 900-Triebwerke angetrieben.



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