22.11.2016
FLUG REVUE

Neuer PilotenstreikLufthansa streicht 900 Flüge

Nachdem das Arbeitsgericht Frankfurt am Dienstagnachmittag eine einstweilige Verfügung der Lufthansa gegen den Streik ablehnte werden am Mittwoch wohl 900 Flüge ausfallen.

Lufthansa Symbolbild

Beim Tarifkonflikt der Lufthansa soll ein "Jobgipfel" die festgefahrenen Fronten aufweichen. Foto und Copyright: Ingrid Friedl/Lufthansa  

 

Genau genommen würden 2124 der rund 3000 täglichen Flüge der Lufthansa Group stattfinden, so das Unternehmen, denn  Eurowings, SWISS, Austrian Airlines, Air Dolomiti und Brussels Airlines würden von der Vereinigung Cockpit nicht bestreikt. Betroffen sind allerdings 51 Interkontinentalverbindungen. Für etwa 100000 Passagiere müssen andere Reisemöglichkeiten gesucht werden.

Ein Sonderflugplan für den Streikzeitraum wurde heute Mittag auf der Internetseite LH.com aktiviert. Kunden können dort prüfen, ob ihr Flug wie geplant durchgeführt wird. Außerdem benachrichtigt Lufthansa alle Fluggäste, die ihre Kontaktdaten im Kundenprofil hinterlegt haben, per E-Mail oder SMS über etwaige Flugstreichungen. Zudem bietet Lufthansa ihren Kunden in Deutschland eine kostenfreie Service-Hotline unter 0800 850 60 70 an.

Der Flugbetrieb an den Hubs Zürich, Wien und Brüssel findet planmäßig statt. Austrian und SWISS prüfen zur Stunde, ihre Kapazitäten nach Deutschland zu erhöhen. So ist derzeit geplant, mindestens eine Verbindung zwischen Wien und Frankfurt mit einer Boeing 777 durchzuführen, hieß es am Dienstag.

Lufthansa plant trotz des Streiks, einzelne Flugverbindungen durchzuführen. So sind unter anderem Flüge von Frankfurt nach Chicago, Delhi, Haneda, Houston, Miami und Washington geplant. Ab München sind für Mittwoch insgesamt drei Interkontinentalflüge geplant - San Francisco, Newark und Charlotte. Weitere Verbindungen, wie nach Hongkong oder Shanghai, sollen auf den kommenden Donnerstag verschoben werden.



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