13.01.2014
aero.de

UrabstimmungLufthansa und Cockpit streiten um Übergangsversorgung

Zoff in Frankfurt: Lufthansa droht ein Streik ihrer rund 5.000 Piloten, nachdem die Konzernspitze zum 31. Dezember den Tarifvertrag zur Alters- und Übergangsversorgung gekündigt hat.

Lufthansa Airbus A380 D-AIME

Konzern und Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit streiten seit September öffentlich um die Versorgungsfrage. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Konzern und Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit streiten seit September öffentlich um die Versorgungsfrage. Cockpit habe jetzt eine Urabstimmung eingeleitet, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft der Nachrichtenagentur "Reuters" am Sonntag.

Die Übergangsversorgung ermöglicht Lufthansa-Piloten die vorzeitige Beendigung des fliegerischen Dienstes ab dem 55. Lebensjahr.

Eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2011, nach der die bisherige Altersgrenze von 60 Jahren für das fliegende Personal unwirksam ist, habe dieser Regelung die Rechtsgrundlage entzogen, vertrat Lufthansa Passage-Vorstand Peter Gerber im September die Haltung des Konzerns.

Cockpit lässt diese Argumentation nicht gelten. Die Übergangsversorgung spiele bei der gesamten fliegerischen Karriereplanung eine entscheidende Rolle, heißt es von der Gewerkschaft.

"Die Rechtsauffassung, dass der Entfall eines Beschäftigungs-Endalters von 60 Jahren zu einer Unwirksamkeit des gesamten Tarifvertrages führen würde, weist die VC entschieden zurück", erklärte die Pilotenvertretung. Cockpit wittert hinter den Einschnitten bei der Altersversorgung das Sparprogramm "Score", mit dem Lufthansa bis Ende 2015 den operativen Gewinn auf 2,3 Milliarden Euro steigern will.

Auch die Gewerkschaft der Flugbegleiter UFO will gegen die Kündigung des Tarifvertrags zur Alters- und Übergangsversorgung kämpfen. Piloten und Konzern müssen sich außerdem auf einen neuen Gehaltstarifvertrag verständigen.

aero.de / Dennis Dahlenburg


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