10.02.2009
FLUG REVUE

Lufthansa Auslastung Jahresbeginn 2009Lufthansa: Weniger Passagiere und Fracht im Januar

Auch der deutsche Luftfahrtkonzern registrierte angesichts der weltweiten Nachfrageabschwächung im Januar 2009 Rückgänge im Passagier- und Frachtgeschäft. Besonders die Frachtauslastung ging deutlich zurück.<br />

Zum Jahresauftakt 2009 beförderte der Lufthansa Konzern weniger Passagiere und Fracht. Dies teilte das Unternehmen heute bei Veröffentlichung seiner Januar-Zahlen mit.

In Erwartung einer sich abschwächenden Nachfrage habe Lufthansa die angebotene Kapazität für Januar bereits im Vorhinein reduziert. Auf Konzernbasis habe die angebotene Kapazität 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Während SWISS das Wachstum des Vorjahres habe fortsetzen können (plus 6,3 Prozent), habe die Lufthansa Passage Airline ihr Angebot deutlich reduziert (minus 3,2 Prozent).

Der Absatz sei jedoch auf Konzernebene stärker zurückgegangen (minus 4,3 Prozent), so dass das hohe Auslastungsniveau des Vorjahresmonats nicht habe erreicht werden können. Der Sitzladefaktor habe sich um 2,2 Prozentpunkte auf 74,3 Prozent abgeschwächt. Den stärksten Nachfragerückgang habe der Konzern für das Verkehrsgebiet Europa antizipiert und reduzierte die Kapazitäten entsprechend deutlich um 4,2 Prozent. Das Passagieraufkommen (minus 7,6 Prozent) und der Absatz (minus 6,8 Prozent) hätten jedoch noch stärker abgenommen, so dass sich die Auslastung in Folge um 1,8 Prozentpunkte auf 62,1 Prozent verringerte.

 

Im Verkehrsgebiet Amerika habe auf Konzernebene ein erneut hohes Auslastungsniveau von 80,6 Prozent (minus 1,0 Prozent) erzielt werden können. Lufthansa und SWISS hätten das Langstreckenangebot über den Atlantik um 2,2 Prozent reduziert. Der Nachfragerückgang sei mit 3,3 Prozent leicht höher ausgefallen.

Auch in der Region Asien/Pazifik sei ein Absatzrückgang verbucht worden, hieß es von Lufthansa. Während der Konzern sein Angebot konstant gehalten habe (plus 0,3 Prozent), seien Passagiervolumen (minus 5,8 Prozent) und Absatz (minus 4,8 Prozent) deutlich gesunken. Die Auslastung habe sich zwar entsprechend um 4,3 Prozentpunkte reduziert, aber mit 80,6 Prozent ein immer noch hohes Niveau behalten.

Die Region Naher Osten/Afrika habe sich durch eine stabile Nachfragesituation ausgezeichnet. Passagierzahlen und Absatz lägen auf Vorjahresniveau, während der verbesserte Winterflugplan in die Region zu einer Angebotssteigerung von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat geführt habe. Der Sitzladefaktor liege bei 72,0 Prozent ( minus 3,7 Prozentpunkte).

Der weltweite Nachfrageeinbruch nach Luftfracht, unter anderem verursacht durch Produktionsstopps in verschiedenen Industrien, habe sich im Januar weiter fortgestzt. Auch der Absatz der Lufthansa Cargo habe um 23,2 Prozent unter dem Vorjahr gelegen. Das Unternehmen habe in Erwartung dieser schlechten Entwicklung die eigene Frachterkapazität bereits reduziert. Unter Einbeziehung der von der Passagierbeförderung abhängigen Unterflurfracht-Kapazitäten habe dies zu einem um 4,9 Prozent niedrigeren Gesamtangebot geführt. Der Gesamt-Nutzladefaktor des Konzerns (inkl. SWISS World Cargo) sei im Januar um 11,9 Prozentpunkte gefallen und habe bei 50,4 Prozent gelegen.



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