18.07.2014
FLUG REVUE

Malaysia Airlines-Flug MH17Boeing 777 verschwindet über der Ukraine vom Radar

Über dem Grenzgebiet zwischen der Ukraine und Russland ist am Donnerstag der Radarkontakt zu einer Boeing 777 von Malaysia Airlines verloren gegangen. Ein Absturz oder gar Abschuss muss befürchtet werden.

Vermisste Boeing 777-200 9M-MRO Malaysia Airlines

Nach dem Verschwinden von Flug MH370, gab es bei Malaysia Airlines ein weiteres Unglück mit einer Boeing 777-200ER. Foto und Copyright: Pieter van Marion, CCBYSA  

 

Das Flugzeug mit 280 Passagieren und 15 Besatzungsmitgliedern befand sich auf dem planmäßigen Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur auf Reiseflughöhe. Gegen 15.30 Uhr deutscher Zeit verschwand die Boeing 777-200ER mit der Registrierung 9M-MRD nahe der ukrainischen Gemeinde Schakhtersk, im Gebiet Donetsk, von den Radarschirmen. Malaysia Airlines hat bestätigt, dass der Kotakt zu Flug MH17 noch vor dem Erreichen des russischen Luftraums verloren gegangen sei. Das ukrainische Innenministerium meldete, das Flugzeug sei abgestürzt. Es habe keine Überlebenden gegeben. Nähere Details waren am frühen Abend noch nicht bekannt.

Filme und Fotos im Internet zeigten einen großen Rauchpilz nahe Schakhtersk und Trümmerteile eines in rot und blau lackierten Flugzeugrumpfes, was zu den Farben des vermissten Flugzeugs passen würde. Nach offiziell nicht bestätigten Quellen wird befürchtet, dass das Flugzeug von einer größeren Boden-Luft-Rakete abgeschossen worden sein könnte. In den vergangenen Tagen waren im russisch-ukrainischen Konflikt mehrmals Flugzeugabschüsse gemeldet worden. Passagierflüge überqueren das Gebiet in sehr großer Höhe. Sie sind bei der Flugsicherung und allen überflogenen Gebieten vorangemeldet und anhand ihres aktiv abgestrahlten Transpondercodes für Flugsicherung und Militär jederzeit als ziviler Flug erkennbar und per Funk ansprechbar.

UPDATE vom Freitag:
Der Absturz von Flug MH17 hat sich bestätigt. Alle 298 Personen an Bord, darunter angeblich auch vier deutsche Staatsbürger, sind dabei ums Leben gekommen. Laut Berichten des amerikanischen Nachrichtensenders CNN haben amerikanische Sicherheitskreise bestätigt, dass sie unmittelbar vor dem Absturz Signale des Feuerleitradars einer Boden-Luft-Rakete in dem fraglichen Gebiet aufgezeichnet haben. Damit verdichten sich die Hinweise auf einen Abschuss der Boeing 777-200ER. Seit dem Zwischenfall umfliegen zivile Flüge das mittlerweile auch in der Reiseflughöhe von rund zehn Kilometern gesperrte Gebiet.

flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Branchenriese meldet Meilenstein Boeing-Verkehrsflugzeuge: Eine Milliarde Flugstunden

13.09.2017 - Die weltweite Flotte aller Boeing-Verkehrsflugzeuge hat insgesamt eine Milliarde Flugstunden erreicht. Das meldet der amerikanische Flugzeughersteller nach der ersten September-Woche. … weiter

Langstreckenflüge Austrian führt Premium Economy ein

07.09.2017 - Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines will bis Frühjahr 2018 ihre gesamte Langstreckenflotte umrüsten. … weiter

Bestseller-Twin Top 10: Die größten Kunden der Boeing 777

21.08.2017 - Als Ergänzung zur 747 plante Boeing die 777, die sich schon bald zum Verkaufsschlager entwickelte. Wer die meisten Exemplare der „Triple Seven“ in Empfang genommen hat sagt unsere Top 10. … weiter

Erweiterung für 777X-Metallverarbeitung Boeing wächst in Montana

18.08.2017 - Am Regionalflughafen von Helena, im US-Bundesstaat Montana, hat Boeing die Erweiterung eines Produktionswerks für Metallverarbeitung in Betrieb genommen. … weiter

Ehrung in New York Rekord: Techniker seit 75 Jahren bei American Airlines

19.07.2017 - 75 Jahre lang arbeitete Azreil „Al“ Blackman in der Instandhaltung von American Airlines. Am Mittwoch widmete ihm die Fluggesellschaft eine Triple Seven. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 10/2017

FLUG REVUE
10/2017
11.09.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Pleite: Ausverkauf bei airberlin
60 Jahre Sputnik: Der Beginn der Raumfahrt
Ambulanzflugzeug: Business Jets helfen im Notfall
Triebwerke-Extra: Die Kraftpakete der Zukunft
Flughafen Peking: Wachstum ohne Ende