01.04.2014
FLUG REVUE

Reaktion auf Unglück von Flug MH370Malaysia verschärft Regeln für fliegendes Personal

Die Fluggesellschaft Malaysia Airlines (MAS) und die Flughafenbehörde Malaysia Airports Hol­dings Bhd (MAHB) haben nach dem Unglück von Flug MH370 schärfere Regeln für die Sicherheit an Bord und den Zugang zum Cockpit erlassen.

Lockheed_P-3_Orion_Suche_MH370_Kabine_Elektronik_Sergeant_Bildschirm

Sergeant Scott Mulgrew, Airborne Electronics Analyst bei der Royal Australian Air Force (RAAF), sammelt an Bord einer Lockheed AP-3C Orion bei einem Überwachungsflug Daten, um die Trümmer des vermissten Fluges MH370 im Indischen Ozean aufzuspüren. Foto und Copyright: Commonwealth of Australia  

 

Die Webseite "Malaysia Chronicle" berichtete, der Chefpilot für Sicherheit und Humanfaktoren bei Malaysia Airlines, Kapitän Missman Leham, habe in einem internen Rundschreiben an das fliegende Personal die neuen Regeln noch in der Woche des Unglücksfluges mitgeteilt. Demnach müssen künftig ständig zwei Personen im Cockpit sein. Falls ein Pilot, etwa zum kurzen Besuch der Toilette, das Cockpit verlässt, nimmt so lange ein Flugbegleiter dessen Platz ein. Sobald die Cockpittür geöffnet wird, etwa zum Servieren von Essen, bewachen zusätzliche Flugbegleiter den Zugang zum Cockpit von außen. Passagiere dürfen unter keinen Umständen mehr ins Cockpit.

Außerdem müssen nun ausnahmslos alle Fluggäste und alle Besatzungen vor internationalen Flügen doppelte Metalldetektor-Kontrollen passieren und sich abtasten lassen. Getränke in Flaschen dürfen nicht mehr an Bord genommen werden. Außerdem müssen nun immer Gürtel und Schuhe bei der Sicherheitskontrolle abgelegt werden.

Noch immer wird nicht ausgeschlossen, dass der verunglückte Flug MH370 durch einen ausgebildeten Piloten absichtlich vom Kurs und gezielt zum Absturz gebracht wurde. Die Suche am Dienstag wurde, bei wieder schlechterem Wetter, von zehn Suchflugzeugen und neun Schiffen fortgesetzt. Bisher wurden keine Trümmer gefunden, die sich dem Flugzeug zuordnen lassen.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Zweite Triebwerksstörung einer 777 im LH-Konzern Boeing 777 von Austrian landet nach Triebwerksausfall zwischen

06.02.2017 - Eine Boeing 777 von Austrian Airlines auf dem Weg von Bangkok nach Wien landete am Montag nach einem Triebwerksausfall unbeschadet in Istanbul zwischen. Es ist bereits der zweite Triebwerksausfall an … weiter

Mit Qatar Airways von Doha nach Auckland Längster Nonstop-Linienflug der Welt

06.02.2017 - Mit der Landung einer Boeing 777-200LR aus Doha nach 16 Stunden und 23 Minuten Flugzeit in Auckland hat Qatar Airways am Montag einen neuen Rekord für den längsten Nonstop-Linienflug der Welt … weiter

ANA Neuer Star-Wars-Jet bald im Einsatz

19.01.2017 - Die japanische Fluggesellschaft ANA hat den Termin des ersten Fluges ihres C-3PO-Jets bekanntgegeben. Das Flugzeug wird allerdings nur auf Inlandsstrecken eingesetzt. … weiter

Boeing 777-200 bleibt verschollen Suche nach MH370 beendet

17.01.2017 - Die Suche nach der am 8. März 2014 mit 239 Insassen verschollenen Boeing 777-200ER von Malaysia Airlines ist beendet worden. Eine umfangreiche Suchaktion im Indischen Ozean war ergebnislos geblieben. … weiter

Größtes CFK-Teil des amerikanischen Herstellers Boeing baut erste Flügelschale für 777-9

07.12.2016 - In der neben der Endmontagehalle von Everett neu errichteten Flügel-Produktionshalle hat Boeing die erste Flügelschale der künftigen Boeing 777-9 hergestellt. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App