20.08.2014
FLUG REVUE

Tochtergesellschaften sollen günstiger fliegenMedien: Air France plant Umbau ihrer Mittelstrecken

Bei Air France steht, laut einem Bericht der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos", erneut ein größerer Umbau des Mittelstreckennetzes an. Demnach plant die Unternehmensführung einen Großteil des Mittelstreckenangebots aus Kostengründen auf die Töchter Transavia und Hop! zu verlagern.

A318_Air France

Air France will, laut französischen Medienberichten, ihren Mittelstreckenverkehr weitgehend neu strukturieren und an ihre Töchter Hop! und Transavia auslagern. Foto und Copyright: Air France  

 

Laut "Les Echos" soll die noch nicht vorgestellte neue Planung unter den Namen "Perform 2020" den radikalen Umbau des Mittelstreckennetzes vorsehen, das 40 Prozent des Verkehrs der Gruppe ausmache, aber trotz einer vierjährigen Umbauphase noch immer Verluste schreibe. Künftig solle aus Kostengründen der gesamte europäische, touristische Verkehr an die Tochter Transavia ausgelagert werden und der gesamte europäische, dezentrale Verkehr, der nicht Zubringerflügen nach Paris-Charles de Gaulle (CDG) diene, an die Regionaltochter "Hop!". Damit fielen auch die meisten Inlandsrouten ab Paris-Orly an Hop!, die dazu 20 Airbus A320 aus Air-France-Beständen mit Personal der Mutter übernehmen solle. Nur noch die europäischen Hauptstadtverbindungen und die Flüge aus CDG nach Toulouse, Marseille und Nizza würden als Mittelstrecken künftig direkt duch Air France bedient.

Ein Teil der unrentablen Flüge solle ersatzlos gestrichen werden, um Slots für die Billigtochter Transavia France freizumachen, die bereits über 14 Boeing 737-800 verfüge. Im Sommer 2015 erhalte diese Tochter weitere sieben Flugzeuge. Künftig solle das Air-France-Management bei der Einsatzplanung auf Mittelstrecken leichter und bedarfsgerechter zwischen der großen A320-Familie und kleineren Regionaljets wechseln können.

Die angeblichen neuen Vorschläge der Unternehmensführung, Air France hat sie bisher noch nicht offiziell bestätigt, müssen nun mit den französischen Gewerkschaften abgestimmt werden. Bisher galt eine tarifvertragliche "Scope Clause" ab Flugzeuggrößen von 110 Sitzen, ab der nur Piloten zu vollen Gehältern eingesetzt werden durften. Allerdings wurde diese Vorgabe bei Transavia France bereits durchbrochen. Auch die in den Regionalstädten stationierten Piloten erhalten bereits niedrigere Gehälter.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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