03.08.2010
FLUG REVUE

Mexicana beantragt GläubigerschutzMexicana Airlines beantragt Gläubigerschutz

Die Fluggesellschaft Compañía Mexicana de Aviación, ein Tochterunternehmen von Nuevo Grupo Aeronáutico, hat am Dienstag in Mexiko und in den USA Gläubigerschutz beantragt. Ursache sei eine schwere Finanzkrise, welche die Airline auf ihr zu hohes Gehaltsniveau beim fliegenden Personal zurückführt.

Vorstandschef Manuel Borja versicherte auf einer Pressekonferenz, dass die Krise bei Mexicana keine direkten Auswirkungen auf deren Inlandstöchter MexicanaClick und Mexicana Link haben würde. Die internationalen Flugpläne hätten jedoch in geringem Umfang gekürzt werden müssen.

Trotz Investitionskrediten von 300 Millionen Dollar und eines vorausgegangenen Sparprogramms über 800 Millionen Dollar sei die finanzielle Lage nicht mehr erträglich. Die Personalkosten könnten nicht erwirtschaftet werden. Die Mexicana-Piloten verdienten 49 Prozent mehr, als durchschnittliche US-Linienpiloten und 185 Prozent mehr, als andere A320-Piloten in Mexiko bei Volaris oder Interjet. Auch die Flugbegleiter verdienten ein Drittel mehr, als in den USA und 165 Prozent mehr, als im mexikanischen Durchschnitt. Ohne die überzogenen Gehälter könnte Mexicana Gewinne von 350 Millionen Dollar ausweisen. Die Airline sei prinzipiell lebensfähig.

Es gebe nun nur noch zwei Alternativen: Entweder stimme das Flugpersonal 40-prozentigen Lohnkürzungen und einer 40-prozentigen Kürzung des fliegenden Personals zu oder das Unternehmen werde für einen symboliscchen Peso an die Gewerkschaften verkauft. Diese müssten dafür aber auch alle Altverbindlichkeiten übernehmen. Bei Annahme der ersten Lösung werde die Belegschaft an eventuellen Gewinnen beteiligt.




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