21.03.2014
FLUG REVUE

Neuer Suchtag im südlichen KorridorMH370: Besseres Wetter im Suchgebiet

Nachdem das Wetter am Donnerstag zu schlecht für eine visuelle Prüfung der möglichen Trümmerteile im Wasser war, melden die Suchmannschaften am Freitag eine Verbesserung der meteorologischen Bedingungen.

Lockheed_C-130_Hercules_RAAF_Suche_MH370

Die Lademeister Sergeant Adam Roberts (links) und Flight Sergeant John Mancey der Royal Australian Air Force werfen eine Positions-Markierungsboje von der Heckrampe einer australischen Lockheed C-130 Hercules über dem Suchgebiet im südlichen Indischen Ozean ab. Mit Hilfe dieser Bojen, in die GPS-Empfänger und Sender eingebaut sind, finden die Suchmannschaften schneller ihre wechselnden Suchbereiche auf hoher See. Noch immer wurden keine bestätigten Spuren von Flug MH370 gefunden. Foto und Copyright: Commonwealth of Australia  

 

Derzeit seien 18 Schiffe mit sechs Bordhubschraubern und 29 Flächenflugzeuge an der Suche beteiligt, meldete Malaysia Airlines am Donnerstag. Die Suchteams in den sogenannten Nord- und Südkorridoren und andere beteiligte Helfer stammten aus Australien, China, Indien, Indonesien, Japan, Südkorea, den Malediven, Nepal, Neuseeland, Singapur, Thailand, Vietnam, Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus den USA. Ein Teil dieser Helfer warte allerdings noch immer auf diplomatische Freigaben.

Australien meldete am Freitag, vier Flugzeuge seien zeitlich gestaffelt ins südliche Suchgebiet aufgebrochen. Die erste Lockheed P-3 der Australier sei bereits morgens im Suchgebiet eingetroffen. Neben zwei weiteren P-3 sei auch eine Bombardier Global Express auf dem Weg. Am Nachmittag folge noch eine Boeing P-8A der US Navy. Wegen der großen Entfernung könne jedes Flugzeug nur etwa zwei Stunden im Suchgebiet verweilen. Die Suche werde ab heute abend von einem zweiten Handelsschiff unterstützt.

Das Suchgebiet ist für sein raues Klima gefürchtet. Im jetzigen Herbst auf der Südhalbkugel sind dort starke Winde und hohe Wellen typisch. Australiens Vize-Premierminister Warren Truss sagte am Freitag, die von Satelliten am 16. März aufgespürten Objekte könnten mittlerweile auch längst versunken sein. Das Meer im entlegenen Suchgebiet weit vor der australischen Westküste ist zwischen 2000 und 5000 Meter tief.

Die australische Behörde für maritime Sicherheit, AMSA, sagte nach der Suche am Freitag in einer kurzen Videobotschaft, es seien noch immer keine möglichen Trümmerteile visuell identifiziert worden. Man werde die Suche am Sonnabend fortsetzen und erneut das Suchgebiet mit der Wasserströmung versetzen.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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