19.08.2010
FLUG REVUE

Neue Tibet Airlines will A319 kaufenNeue Tibet Airlines will Airbus A319 beschaffen

Für die extrem anspruchsvolle Hochgebirgsfliegerei im Himalaja will die neu gegründete Fluggesellschaft Tibet Airlines aus Lhasa den Airbus A319 beschaffen.

Tibet Airlines aus Lhasa habe den Airbus A319 für den Aufbau ihrer Flotte ausgewählt, teilte Airbus am Donnerstag mit. Die Fluggesellschaft habe eine Kaufabsichtserklärung über die Beschaffung von drei Flugzeugen unterzeichnet.

Die A319 für Tibet Airlines werde 128 Passagieren in einer Zweiklassenbestuhlung Platz bieten, zu der auch acht Sitze der First Class gehörten. Die Fluggesellschaft plane Flüge sowohl im Regionalverkehr, als auch auf Verbindungen mit wichtigen Städten in China.

Die Tibetische Hochebene liege durchschnittlich rund 4000 Meter über dem Meeresspiegel sei aufgrund der hohen Gebirgszüge für den Straßenverkehr sehr schwer zu erschließen. Dies mache die Anreise per Flugzeug effizienter. Die Flugzeuge seien mit RNP-Technologie (Required Navigation Performance) ausgestattet, die ein besonders präzises Anflugverfahren möglich mache.

„Der Flugverkehr wird eine entscheidende Rolle für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der autonomen Region Tibet spielen“, sagte Liu Yanping, General Manager von Tibet Airlines. „Die erwiesene Höhenleistung der A319 gab für uns den Ausschlag, den Flugbetrieb mit diesem Airbus-Flugzeug zu starten. Wir gehen von einer wachsenden Nachfrage nach Flügen in der Region aus und beabsichtigen deshalb, die Flotte in den nächsten fünf Jahren auf rund 20 Flugzeuge aufzustocken.“

„In mehr als sechs Jahren Flugbetrieb in Lhasa hat die A319 ihre ausgezeichneten Leistungen von besonders hoch liegenden Flughäfen bewiesen. Diese Eigenschaften und die 2007 erteilte Zulassung für RNP-Anflüge machen dieses Flugzeug zur idealen Wahl für Tibet Airlines. Wir wünschen Tibet Airlines eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft mit unseren Flugzeugen“, sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus.

Laut einem Bericht der offiziellen Webseite "China Daily" wurde Tibet Airlines im März 2010 gegründet. Die Airline besitze ein Startkapital von 280 Millionen Yuan (40,29 Millionen Dollar). Anteilseigner seien die staatliche Tibet Autonomous Region Investment Co. Ltd. mit 51 Prozent sowie Tibet Sanli Capital Investment und Tibet Ruiyi Investment Co. Ltd. mit Anteilen von 39 Prozent und 10 Prozent.

Airbus bietet die "kurze" A319 für die extremen Leistungsanforderungen im Hochgebirgsflug auch mit den stärksten Triebwerken der verlängerten A321 an. Air China war mit einer A319 bei einem Demonstrationsflug im Frühjahr auf dem neuen Flughafen Ali gelandet, der auf 4274 Metern Höhe liegt und als Tibets höchst gelegener Verkehrsflughafen gilt.

In der dünnen Höhenluft müssen Flugzeuge mit höheren Geschwindigkeiten starten und landen. Außerdem erzwingen viele enge Täler nicht-standardisierte Anflugprofile und -verfahren ohne die üblichen Sicherheitsabstände zu Hindernissen. Deswegen sind genaueste Navigationssysteme besonders wichtig. Zudem ist das Himalajagebiet für plötzliche Wetterumschwünge und extreme Winde bekannt.



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