20.10.2014
FLUG REVUE

Auch Langstrecken betroffenNeuer Streik bei Lufthansa

Am Montag und Dienstag kommt es bei Lufthansa erneut zu Streiks der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Während ab Montagmittag Kurz- und Mittelstreckenflüge betroffen sind, werden am Dienstag zusätzlich auch Langstreckenflüge bestreikt.

Lufthansa Airbus A380 und Boeing 747-8 in Frankfurt

Am Mittwoch sind auch Langstreckenflüge vom neuen Lufthansa-Pilotenstreik betroffen. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Am Sonntag hatte die Vereinigung Cockpit die nun bereits achte Streikrunde in der jüngsten Auseinandersetzung angekündigt. Sie rufe die Piloten der Fluggesellschaft Lufthansa Passage von Montag, 13.00 Uhr, bis Dienstag, 23.59 Uhr, erneut zum Streik auf. Betroffen seien deutschlandweit alle Flüge der Lufthansa Passage mit Flugzeugen der Familien Airbus A320, Boeing 737 und Embraer. Am Montag erweiterte die Gewerkschaft ihre Streikankündigung noch um Langstreckenflüge für den Folgetag: Am Dienstag würden zusätzlich auch alle Flüge der Lufthansa Passage mit Flugzeugen vom Typ Airbus A380, A340 und A330 sowie Boeing 747 bestreikt.

Die Piloten wehrten sich gegen die Abschaffung ihrer Übergangsversorgung und forderten einen neuen Tarifvertrag für alle Beschäftigten des Cockpitpersonals, teilte die Vereinigung Cockpit mit. Im Kern fordert die Gewerkschaft, dass ihre Piloten auf Wunsch auch weiterhin ab 55 Jahren mit einer unternehmensseitigen Übergangsversorgung in den Vorruhestand wechseln dürfen, obwohl ein Gericht frühere, feste Altersgrenzen für Piloten bei Lufthansa nach einer Klage von Piloten abgeschafft hatte. Zur Überbrückung dieser Phase bis zum Rentenalter war die Übergangsversorgung einst eingeführt worden. Sie macht rund 60 Prozent der vorherigen Bezüge aus. Lufthansa erklärte, sie halte die Forderung für vollkommen unverständlich und unverhältnismäßig.

Fluggäste deren Flug streikbedingt gestrichen wird, haben die Möglichkeit, ihre Buchung kostenfrei umzubuchen oder den Flug kostenfrei zu stornieren. Auch Fluggäste, die einen Lufthansa-Flug für den 20. oder 21. Oktober gebucht haben, der nicht gestrichen wird, können ihren Flug einmalig kostenfrei umbuchen. Tickets für innerdeutsche Flüge können über die Webseite "www.LH.com" oder einen Lufthansa Check-In-Automaten in eine Bahnfahrkarte umgewandelt werden. 

Flüge der Lufthansa-Konzern-Fluggesellschaften Austrian Airlines, Brussels Airlines, Germanwings, SWISS und Air Dolomiti (Ticketvermerk: "operated by OS, SN, 4U, LX, EN") werden auch während des Streiks flugplanmäßig durchgeführt.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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