04.03.2010
FLUG REVUE

Oman Air bietet erstmals Handy-Nutzung und W-LAN an BordOman Air erlaubt Handy-Nutzung und WLAN an Bord

Die Nutzung persönlicher Mobiltelefone an Bord und das Surfen und Chatten über ein Funknetz (WLAN) in der Kabine ermöglicht Oman Air erstmals an Bord ihrer neuen Airbus A330 in allen Buchungsklassen.

Als, nach eigenen Angaben, erste Fluglinie weltweit bietet die nationale Fluggesellschaft des Sultanats von Oman ab sofort Passagieren an Bord ihrer Airbus A330 uneingeschränkten, drahtlosen Internetzugang und Handyempfang. Die Passagiere könnten sich von ihrem Platz aus mit dem Laptop mit dem Internet verbinden, Nachrichten verschicken oder mit ihrem Handy telefonieren.

„Wir freuen uns, die Pioniere zu sein, die das digitale Zeitalter ins Flugzeug bringen. Bis zum Sommer werden wir unsere gesamte Airbus A330 Flotte mit dem vollen digitalen Leistungspaket ausgestattet haben“, sagte Peter Hill, Chief Executive Officer von Oman Air zum Start des neuen Dienstes.

Die Airbus A330-Flotte von Oman Air sei mit dem Airbus ALNA V2-System ausgestattet und nutze die schnelle SwiftBroadBand–Lösung (SBB) des Anbieters Honeywell. Diese unterstütze sowohl das Handynetz als auch die Internet-Verbindung während des Fluges und gewährleiste eine schnelle und effiziente Verbindung, unabhängig davon, ob die Passagiere ihr Notebook oder ihr Mobiltelefon nutzten. Der Zugang funktionere wie an jedem anderen öffentlichen WLAN-Hotspot.

Der Einführungspreis für die Verbindung pro Flug betrage 29,95 Dollar für eine Datenmenge bis zu 26 Megabyte. Was darüber hinaus gehe, werde mit 0,006 Dollar pro Kilobyte berechnet. Der Preis für den Versand von Emails betrage 9,95 Dollar, wobei für Anhänge zusätzlich 0,006 Dollar anfielen. Für den Webchat gelte eine Flatrate von 4,95 Dollar.

Die Handynutzung, die während des gesamten Fluges mit Ausnahme der Start- und Landephase sowie der Ruhezeiten während Nachtflügen möglich sei, funktioniere wie mobile Telefonie im Ausland über Roaming und werde über den jeweiligen Mobilfunkanbieter nach dessen entsprechenden Auslandsgebühren abgerechnet. Sobald das „No mobile“-Signal an Bord erlösche, könnten Passagiere telefonieren und müssten dazu einfach die vollständige Telefonnummer mit der internationalen Vorwahl wählen.

Zu den europäischen Destinationen der 1993 gegründeten Fluggesellschaft mit dem Drehkreuz Muscat zählen neben Frankfurt und München auch London-Heathrow und Paris. In der Golfregion werden Abu Dhabi, Bahrain, Doha, Dubai, Dschiddah, Kuwait und Riad angeflogen. Dazu kommen zehn Destinationen in Indien: Mumbai, Chennai, Kochi, Thiruvananthapuram, Hyderabad, Delhi, Lakhnau, Bangalore, Kozhikode und Jaipur. Weitere Destinationen sind Colombo, Male, Bangkok, Chittagong, Kairo, Karachi, Beirut und Amman.

Derzeit betreibt Oman Air eine Flotte aus Jets vom Typ Boeing 737-700/800 und Airbus A330-200/300. Für den inländischen Flugverkehr werden zusätzlich zwei Turboprop-Flugzeuge vom Typ ATR 42-500 eingesetzt. Aktuell umfasst die Flotte 15 Boeing 737, zwei Airbus A330-200 und zwei Airbus A330-300. Bis zum Jahr 2011 sollen drei weitere A330 die Flotte ergänzen.

Das weltweit erste Breitband-Internet an Bord von Flugzeugen hatte die Deutsche Lufthansa bereits 2004 eingeführt. Das auf dem Boeing-System "Connexion" basierende System wurde jedoch vom amerikanischen Netzwerkbetreiber eingestellt. Lufthansa plant jedoch, ab diesem Sommer eine neue Generation ihres Flynet genannten Internetdienstes mit einem neuen Betreiber anzubieten. Das neue Flynet wird zur Zeit an Bord eines Airbus A330 auf Transatlantikflügen technisch getestet.

 




  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App