07.04.2011
FLUG REVUE

Pilot braucht im Passagierterminal keine Mütze zu tragen

Ein deutscher Linienpilot hat vor dem Arbeitsgericht Köln gegen eine Anweisung seines Arbeitgebers geklagt, der ihm das ständige Tragen einer Uniformmütze, auch in Passagierterminals, vorschreiben wollte.

Die Regelung sei so nicht zulässig, urteilte das Gericht in dem unter dem Aktenzeichen 12 Ca 8659/10 geführten Verfahren. Nur wenn der Arbeitgeber seinen Piloten beiderlei Geschlechts die Mützenpflicht auferlege, sei die Vorschrift akzeptabel. Weibliche Piloten müssten aber bei der beklagten größten deutschen Fluggesellschaft bisher keine Mützen tragen.

"Es wird festgestellt, dass der Kläger nicht verpflichtet ist, seine Cockpit-Mütze in dem der Öffentlichkeit zugänglichen Flughafenbereichs zu tragen, solange die Beklagte ausschließlich das männliche Cockpitpersonal zum Tragen der Cockpit-Mütze in dem der Öffentlichkeit zugänglichen Flughafenbereich verpflichtet", so das Gericht. 

Der Pilot war vom Arbeitgeber wegen des Nichttragens zu einem Gespräch bestellt worden. Darüber hatte der Arbeitgeber eine Notiz in dessen Personalakte hinterlegt. Diese Notiz müsse ebenfalls entfernt werden, urteilte das Gericht. Die Kosten des Rechtsstreits trage die Beklagte. Der Streitwert liege bei 20764 Euro.




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