20.01.2011
FLUG REVUE

Rekordjahr 2010 für die DRF Luftrettung

Niemals zuvor wurden die Hubschrauber der DRF Luftrettung in Deutschland häufiger alarmiert als 2010: An 28 Stationen leisteten die rot-weißen Luftretter 33.861 Einsätze.

EC135 DRF Anflug 2011

Zur Flotte der DRF Luftrettung gehört auch die Eurocopter EC135 (Foto: DRF).  

 

Die Steigerung von 10 Prozent innerhalb von vor vier Jahren (2007: 30.738) führt die DRF auf den zunehmenden  Notärztemangel in ländlichen Regionen und Klinik-Spezialisierungen zurück. Der Einsatz der Luftrettung werde immer wichtiger.

Die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung wurden 2010 zu 3847 Unfallopfern alarmiert. Außerdem wurden sie bei lebensgefährlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt (8% der Einsätze) oder Schlaganfall (12%) alarmiert. 1851 Kinder erhielten von den Luftrettern schnelle medizinische Hilfe.

An acht Stationen ist die DRF Luftrettung auch nachts im Einsatz (2010: 1697 Nachteinsätze). Damit betreibt die gemeinnützig tätige Organisation bundesweit die meisten 24-Stunden-Luftrettungsstationen.

„Auch nachts passieren Unfälle oder Herzinfarktpatienten müssen dringend in Kliniken transportiert werden. Bundesweit gibt es jedoch keine flächendeckende Versorgung mit Hubschraubern, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Deshalb begrüßen wir Bestrebungen politisch Verantwortlicher, weitere Nachtflugstationen zu initiieren. Wenn die Finanzierung rund um die Uhr einsatzbereiter Luftrettungsstationen mit den Krankenkassen geklärt ist, können wir auch in anderen Bundesländern mit dem Nachtflug beginnen“, erklärt Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung.

Baden-Württemberg war 2010 das einsatzstärkste Bundesland der DRF Luftrettung: Die Hubschrauber in Freiburg, Friedrichshafen, Karlsruhe, Leonberg, Mannheim, Stuttgart und Villingen-Schwenningen leisteten 8.664 Einsätze.

Hohe Einsatzzahlen verzeichnete auch der erste dänische Rettungshubschrauber in Ringsted auf Seeland, der am 1. Mai 2010 in Betrieb ging. In den ersten acht Monaten flog er 538 Einsätze.

Auch die zur DRF Luftrettung gehörenden österreichischen Stationen waren gefragt: Die Besatzungen in Reutte (Tirol) und Fresach (Kärnten) leisteten 1.609 Einsätze.

Über die Hubschrauberrettung hinaus führte die DRF Luftrettung 2010 zusammen mit der Luxembourg Air Rescue (LAR) weltweite Einsätze mit Flugzeugen durch: 892 Patienten wurden aus dem Ausland in ihre Heimatländer transportiert; 95 Länder wurden angeflogen.




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