30.03.2016
FLUG REVUE

Tests bei KLM in SchipholRoboter führt Passagiere durch den Flughafen

Der von der EU geförderte Roboter Spencer hat seine Tests am Flughafen Amsterdam vorerst abgeschlossen. Seine Aufgabe: Umsteigepassagiere zum Gate geleiten.

Spencer Roboter in Schiphol

Als freundlicher Helfer für Umsteigepassagiere wurde der mit EU-Geldern entwickelte Roboter Spencer in Schiphol getestet (Foto: KLM).  

 

Während der verschiedenen Tests scannte Spencer ("Social situation-aware PErceptioN and action for CognitivE Robots”) die Boardingpässe von Passagieren und leitete sie zum richtigen Abfluggate. Der mit Sensoren und Kameras ausgestatte mannshohe Roboter prüft, ob die Gruppe vollständig ist, und begleitet sie selbstständig durch den Flughafen. Dabei passt er seine Geschwindigkeit der Gruppe an, weicht Hindernissen wie Koffern oder Reisegruppen aus und informiert die Passagiere über die verbleibende Distanz zum Abfluggate. Dort angekommen, zeigt er dies auf seinem Bildschirm an.

„Wir freuen uns, mit Spencer den ersten Roboter mit sozialen Kompetenzen entwickelt zu haben, der jemals auf einem Flughafen zum Einsatz gekommen ist“, erklärt Juniorprofessor Dr. Kai Arras, Koordinator des Projekts vom Institut für Informatik der Universität Freiburg. „Der Roboter hat die einzigartige Fähigkeit, über das Verhalten von Personen deren soziale Bindung – zum Beispiel die Zugehörigkeit zu einer Familie oder Gruppe – zu erkennen und dementsprechend sozial kompatibel zu handeln. Dazu gehört, sich nicht durchzudrängeln und aufmerksam und rücksichtsvoll zu agieren. Ein belebter Flughafen mit vielen Menschen, die unter Zeitdruck stehen, ist ein gutes Beispiel für ein anspruchsvolles, alltägliches Problem, unter dem ein Roboter sicher und unter Berücksichtigung sozialer Regeln funktionieren muss“, fasst der Forscher zusammen.

Die Entwicklung von Spencer kostete insgesamt über vier Millionen Euro. Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission im Rahmen ihres 7. Rahmenprogramms  mit 3,18 Millionen Euro kofinanziert. Neben KLM, waren unter der Federführung der Universität Freiburg unter anderem die Universitäten Freiburg, München, Twente und Orebo, die RWTH Aachen, das Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) und Amsterdam Airport Schiphol beteiligt.



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