30.01.2013
aero.de

Ryanair erhält teure Post von der Deutschen Flugsicherung

Die irische Fluggesellschaft Ryanair muss nachträglich Gebühren an die DFS Deutsche Flugsicherung entrichten.

Weil Ryanair die Abfluggewichte seiner Maschinen zu niedrig angab, verlangt die DFS einen Gebührennachschlag von 447.000 Euro von dem Unternehmen, bestätigte DFS-Sprecher Axel Raab am Mittwoch gegenüber aero.de. Eine Rechnung in dieser Höhe sei Ryanair schon Ende Dezember ausgestellt worden.

Kurz vor Weihnachten wurde bekannt, dass Ryanair die Startgewichte seiner Boeing 737 falsch deklariert hatte. Statt der tatsächlich bei Kontrollen festgestellten 75 Tonnen Abflugmasse meldete das Unternehmen im Schnitt nur 67 Tonnen bei der DFS an. Diese berechnete daraufhin geringere Entgelte, als eigentlich zu entrichten gewesen wären.

Die DFS hatte kurz nach Bekanntwerden der Angelegenheit eine Prüfung der Flugpläne bei Ryanair bestätigt, aus denen die tatsächlichen Startgewichte hervorgehen.

Bereits seit November entrichte die Airline die nach den Kontrollen angepassten Entgelte in voller Höhe, sagte Raab. "Wir gehen davon aus, dass Ryanair auch unsere Nachforderung bezahlen wird." Die Gebühren seien für den Zeitraum von 2009 bis Oktober 2012 neu berechnet worden. Über die Nachforderung der DFS hatte zunächst der Dienst "Cargo Forwarder" berichtet.

Ryanair selbst scheint die Angelegenheit doch ein wenig peinlich zu sein. "Ryanairs 737 werden in unterschiedlichen Gewichtskategorien in Übereinstimmung mit dem Boeing Flex-Weight-Programm betrieben", lautete die knappe Antwort aus Dublin auf eine aero.de-Anfrage. Zur aktuellen Nachforderung der DFS wollte sich Ryanair auch auf Nachfrage nicht äußern.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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