31.10.2013
aero.de

InteressenvertretungRPG beißt bei Ryanair noch auf Granit

Ryanair macht eine Neuland-Erfahrung. Mit Argwohn beobachtet der Billigflieger die Formierung einer Interessenvertretung, die seit Monaten um seine Piloten wirbt. Inzwischen will die Ryanair Pilot Group (RPG) mehr als die Hälfte der 3.500 bei Ryanair beschäftigten Kapitäne und Ersten Offiziere hinter sich gebracht haben. Am Dienstag formulierte die RPG bei einer Pressekonferenz in Brüssel erste Forderungen an das Management.

Ryanair Boeing 737-800

Ryanair Boeing 737-800. Foto und Copyright: Allgäu Airport Memmingen  

 

"Die RPG fordert das Ryanair Management auf, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die den Piloten bei Ryanair planbare Karrieren ermöglichen", lautet eine Kernforderung der RPG.

Insbesondere sollten mehr Piloten bei Ryanair fest angestellt werden. Laut RPG bereedert sich die Airline derzeit noch zu 72 Prozent mit Vertragspiloten, was für die Beschäftigten auch zu steuerlichen Problemen führe.

Erstmal muss es die RPG aber über die Schwelle zu O`Learys Büro schaffen. Denn der will nur eine Pilotenvereinigung anerkennen, "die eine Mehrheit der bei Ryanair beschäftigten Piloten vertritt - das wären mehr als 1.601".

Die RPG liege "weit über dieser Zahl", bekräftigte RPG-Interimspräsident Evert van Zwol am Dienstag. Die Anerkennung durch Ryanair bedeutet dies aber noch lange nicht.

"Ryanair kommentiert Aktivitäten von KLM- und Aer Lingus-Piloten nicht", antwortet Dublin derzeit Medien, die nach Ryanairs Haltung zur RPG fragen. Ryanair spielt damit auf den Umstand an, dass im derzeitigen Führungsgremium der RPG keine Ryanair-Piloten vertreten sind. Ergo sei die RPG auch keine legitime Interessenvertretung.

"Wir hoffen, dass Ryanair-Piloten bald Führungspositionen in der RPG übernehmen", sagte Evert van Zwol am Dienstag. Laut seinem Profil bei LinkedIn ist van Zwol als 777-Kapitän bei Air France-KLM tätig. Die RPG will Ryanair notfalls mit Streiks von ihrer Handlungsfähigkeit überzeugen.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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