04.10.2013
FLUG REVUE

Bugradlandung in New York am 22. JuliSouthwest trennt sich von 737-Unfallpiloten

Southwest Airlines hat den Piloten entlassen, der am Steuer der Boeing 737-700 saß, die im Juli auf dem New Yorker Flughafen La Guardia einen spektakulären Unfall hatte. Das Bugfahrwerk knickte ein und das Flugzeug schlidderte über die Bahn. Neun Menschen wurden dabei leicht verletzt.

Southwest Boeing 737 Bugradlandung La Guardia

Bei der Bugradlandung am 22. Juli in New York wurde die Boeing 737-700 von Southwest Airlines beschädigt. © Foto und Copyright: NTSB  

 

Der Landeunfall der Boeing 737-700 am 22. Juli auf dem Flughafen La Guardia hatte für einiges Aufsehen gesorgt. Nach dem Aufsetzen war das Bugfahrwerk eingeknickt und hatte die im Bug untergebrachte Elektronik schwer beschädigt. Weitere Schäden trug das Verkehrsflugzeug davon, als es ohne Bugfahrwerk einige Meter über die Bahn rutschte. Die Nachforschungen sowohl der Verkehrssicherheitsbehörde NTSB als auch der Fluggesellschaft haben ergeben, dass die Boeing zuerst mit dem Bugrad aufgesetzt hat. Für derartige Lasten ist das Bugfahrwerk nicht gebaut. Weiterhin hat sich herausgestellt, dass der Kapitän kurz vor dem Aufsetzen – etwa 125 Meter über der Bahn - die Kontrolle über das Flugzeug übernommen hat. Bis dahin hatte der Erste Offizier die 737 gesteuert.  

Nun hat Southwest Airlines den verantwortlichen Kapitän entlassen. Er stand seit mehr als zehn Jahren im Dienst der Fluggesellschaft und hat mehr als 7900 Stunden Erfahrung auf der 737, davon 2600 Stunden als Pilot-in-command. Der Erste Offizier bleibe im Dienst, teilte Southwest mit, erhalte aber eine Nachschulung. Er fliegt seit 18 Monaten für die Gesellschaft und hat 5200 Flugstunden Erfahrung. Auf der 737 hat er 1100 Stunden Erfahrung, keine davon als Pilot-in-command. Der Unfallflug war der erste Flug, bei dem die beiden zusammen geflogen sind. Der Kapitän war zuvor erst einmal auf dem Flughafen La Guardia (LGA) gelandet.

Die Pilotengewerkschaft kritisiert die Entscheidung und will erreichen, dass der Kapitän ein faires Verfahren erhält. Die NTSB hat ihre Nachforschungen noch nicht abgeschlossen.



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