11.04.2014
FLUG REVUE

Neue Flügelspitzen helfen beim SparenSouthwest stellt 737 mit Split-Scimitar-Winglets vor

Die amerikanische Niedrigpreisfluggesellschaft Southwest Airlines hat am Mittwoch ihr erstes Flugzeug mit den neuen Split-Scimitar-Winglets von Boeing in Dienst gestellt. Die -wörtlich übersetzt- "Doppel-Krummsäbel"-Flügelspitzen sollen den Treibstoffverbrauch nochmals senken.

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Statt großer Blended Winglets nutzt diese Boeing 737-800 von Southwest Airlines zweiteilige Split-Scimitar-Winglets an den Flügelspitzen, um den induzierten Widerstand zu senken. Foto und Copyright: Southwest Airlines  

 

Southwest Airlines habe am Mittwoch den Linienbetrieb mit der Boeing 737-800 aufgenommen, teilte die Fluggesellschaft mit. Das Flugzeug verfüge als erstes der Flotte über die Split-Scimitar-Winglets von Aviation Partners Boeing. Das zweiteilige Winglet der neuen Bauart senkt den Treibstoffverbrauch gegenüber Flugzeugen mit herkömmlichen Blended Winglets um nochmals 1,5 bis 2,2 Prozent. Damit liegt die Einsparung gegenüber "nackten" Flugzeugen bei bis zu 5,5 Prozent beim Verbrauch. Außerdem sinkt der Fluglärm, da sich die Steigflugleistungen verbessern.

Die neuen Winglets werden bei Southwest Airlines in diesem Jahr an allen 33 neu gelieferten Boeing 737-800 installiert. Außerdem sollen 52 schon vorhandene Flugzeuge dieser Serie bis 2015 nachgerüstet werden. Boeing will die bisher nur als Nachrüstsatz und auf Wunsch erhältlichen Split-Scimitar-Winglets an der künftigen Boeing 737 MAX serienmäßig installieren. Je schwerer ein Flugzeug ist und je länger seine Flugstrecke ausfällt, desto stärker macht sich der Spareffekt durch den verminderter induzierten Widerstand an den Flügelspitzen bemerkbar.

Herkömmliche Blended Winglets nutzt Southwest schon seit 2007 an ihrer 737-Flotte. Die jährliche Treibstoffersparnis liege schon damit bei 55 Millionen Dollar, so Southwest. Die seit 41 Jahren in Folge profitable Airline befördert rund 100 Millionen Passagiere im Jahr und sie beschäftigt 45000 Mitarbeiter.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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