08.06.2016
FLUG REVUE

Star AllianceGepäckabfertigung soll besser werden

Die Airline-Allianz investiert Millionen Dollar in neue Technologien, unter anderem um die Gepäckverarbeitung zu verbessern. In Zukunft werden die Passagiere zudem mehr selbst erledigen müssen.

Koffer auf Gepäckband

Durch eine neue Gepäck-IT sollen die Abläufe an Flughäfen verbessert werden. Foto und Copyright: Edelmann PR  

 

Die Geschäftsführer der Star-Alliance-Fluggesellschaften gaben am Samstag grünes Licht für Investitionen in neue Technologien und Verbesserungen der Betriebsabläufe. Damit soll auf die veränderten Ansprüche heutiger Reisender reagiert werden. "Angesichts globaler Trends wie der Personalisierung und Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen müssen wir unsere Branche umstellen. Wir wollen bei dieser Entwicklung federführend sein", so Calin Rovinescu, CEO von Air Canada, der dem Vorstand vorsitzt. 

Star Alliance wird mehrere Millionen Dollar in Technologieprojekte investieren, darunter auch ein neuer IT-Hub für die Gepäckverarbeitung. Derzeit werden die Gepäckabläufe noch dadurch erschwert, dass die relevanten Informationen auf unterschiedliche Systeme verteilt sind: die Systeme der Mitgliedsgesellschaften und die Gepäcksysteme der einzelnen Flughäfen. Das erschwert die Statusfeststellung einzelner Gepäckstücke, ihre Lokalisierung innerhalb des Systems und das Vorgehen bei fehlgeleiteten Gepäckstücken. Der neue IT-Hub soll Ende des Jahres in Betrieb genommen werden.

Zudem beschloss die Star Alliance die Entwicklung standardisierter Prozesse für den Off-Airport-/Self-Check-in, für eine schnellere Gepäckaufgabe, für die Gepäck-Selbstetikettierung und eine automatisierte Prüfung der Reisedokumente. Dadurch soll der Prozess vor dem Flug für die Passagiere vereinfacht werden, zudem will die Star Alliance damit die Infrastrukturanforderungen und Handlingkosten der insgesamt 1.300 Flughäfen der Alliance verringern.

Das Fluggesellschaftsbündnis Star Alliance wurde 1997 gegründet und umfasst derzeit 28 Mitglieder. Dazu gehören neben Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften Swiss und Austrian auch Singapore Ailrines, Turkish Airlines und ANA.



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