15.08.2013
aero.de

UPS-Airbus streifte Baumkette auf einer Anhöhe

Nach dem fatalen Absturz eines Airbus A300-600 Frachtflugzeugs in Alabama suchen Experten des NTSB nach der möglichen Ursache.

UPS Airbus A300-600 Absturz Bild Wrack

Wrackteile des Airbus A306 N155UP. Foto und Copyright: NTSB / Ralph Hicks  

 

UPS-Flug 5X-1354 verunglückte im Anflug auf die Landebahn 18 des Flughafens von Birmingham, bestätigte das NTSB noch am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Die Maschine habe etwa 1,5 Kilometer vor der Landebahn Bodenkontakt gehabt und sei in Flammen aufgegangen.

Der Flughafen liegt in einer von kleinen Hügeln geprägten Landschaft. Der Airbus streifte im Landeanflug offenbar eine Baumkette auf einer Anhöhe und dürfte danach nicht mehr kontrollierbar gewesen sein.

Trümmer des Wracks verteilen sich über mehrere hundert Meter. Seine Endlage habe das Flugzeug nach drei Aufschlägen auf dem Boden etwa einen Kilometer vor der Landebahn erreicht, erklärte das NTSB. Nähere Erkenntnisse erhoffene man sich von einer Auswertung der Flugschreiber.

Die Piloten haben den Unfall nicht überlebt. Der knapp zehn Jahre alte Airbus hatte bis zum Unfall 11.000 Flugstunden absolviert.


Mehr tödliche Unfälle in der Frachtfliegerei
Unfälle mit Frachtflugzeugen haben sich in den letzten Jahren gehäuft. In der Frachtfliegerei hat es laut einer aktuellen Studie der britischen Luftfahrtbehörde CAA von 2002 bis 2011 acht Mal mehr Zwischenfälle mit tödlichem Ausgang gegeben, als in der Passagierluftfahrt.

Erst im April stürzte ein Boeing 747-400 Frachter der National Air Cargo kurz nach einem Start in Afghanistan ab. Die Maschine soll falsch beladen worden sein. Im September 2010 kamen zwei UPS-Piloten um, nachdem sich an Bord ihrer 747-400 Gefahrgut entflammte und die Maschine nahe Dubai abstürzte.

Im Juli 2010 zerbrach eine MD-11F der Lufthansa Cargo bei einer harten Landung in Riad. Die Crew überlebte. Im Jahr zuvor war ebenfalls eine MD-11F von FedEx bei einer Landung in Tokio Narita verunfallt, wobei beide Piloten umkamen.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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